Autor

Harald Walser

09.07.2012 13:50

Gesetzliche Regelung für Unterstützungspersonal an Schulen

Schulische Unterstützungssysteme mangelhaft: Grüne wollen Vorbeugung statt Feuerwehr

"Lehrkräfte sollten heute SozialarbeiterIn, TherapeutIn oder ErzieherIn in einem sein, obwohl sie dafür nicht ausgebildet sind. Mit den zunehmenden Problemen in Klassenzimmern lassen wir sie derzeit oft allein", kritisiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, die Situation an Österreichs Schulen anlässlich der Veröffentlichung des EU-Vergleichs über Unterstützungspersonal in Schulen: "Derzeit sind wir in diesem Bereich EU-Schlusslicht."  Begleitend zu den Verhandlungen über ein neues Dienstrecht für Lehrpersonen braucht es endlich klare gesetzliche Regelungen. "Es muss geklärt sein, ab wie vielen Kindern oder Jugendlichen es entsprechendes Unterstützungspersonal geben muss", fordert Walser.

"Es ist unverantwortlich, die LehrerInnen mit den Erziehungsaufgaben alleinzulassen", kritisiert Walser weiter. In anderen Ländern seien SozialarbeiterInnen und SchulpsychologInnen längst die Norm. "Es ist höchste Zeit, dass in Österreich außer den Lehrkräften auch andere ExpertInnen in die Unterrichts- und Erziehungsarbeit an Schulen eingebunden werden."

"Auch die SchulpsychologInnen und MediatorInnen müssen direkt an den Schulen eingesetzt werden, damit Konflikte bereits in der Entstehungsphase erkannt und bearbeitet werden können." Für die Arbeit in diesen Bereichen ist es wichtig, dass die Fachleute fortlaufend an den Schulen sind und "nicht wie die Feuerwehr erst dann eintreffen, wenn das Haus bereits in Vollbrand steht", meint Walser.





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