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10.07.2012 11:26
Kurz betreibt Separation statt Integration
Spracherwerb und Unterricht gehören zusammen
"Wir müssen uns an den Integrationsprofis Kanada und Schweden orientieren. Diese Länder setzen beim Erwerb der Unterrichtssprache auf Integration", sagt Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, zur Aussage von Staatssekretär Kurz in der heutigen Ausgabe der "Presse", wonach die Integration von Zuwanderern ohne Deutschkenntnisse in die Regelschulen nicht sinnvoll sei. "Im Gegenteil, wir müssen endlich die Qualifikationen der Kinder anerkennen, die nach Österreich kommen", macht Walser auf das Problem der außerordentlichen SchülerInnen aufmerksam, die keine Noten für ihre Leistungen in der Schule bekommen.
Ein Blick ins Ausland würde dem Staatssekretär nicht schaden, verweist Walser auf erfolgreiche Modelle in Kanada oder Schweden. Dort setzt man auf Förderprogramme für ImmigrantInnen: "Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter werden sofort ins Regelschulsystem integriert und bekommen Förderunterricht in der Landessprache." Zusätzlich gibt es in beiden Ländern Angebote zum Erlernen und Festigen der Herkunftssprache. "Motivation und Anerkennung sind die Motoren für erfolgreiches Lernen, Separation und Ignoranz führen zu den von Kurz gefürchteten Parallelgesellschaften", warnt Walser abschließend.
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