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16.08.2012 10:49
Mehr Bewegung für Schulkinder muss nichts kosten
Grüne verlangen Offensive für "Walking bus"
"Unsere Kinder haben zu wenig Bewegung. Dort, wo es möglich und zumutbar ist, sollten sie daher den Weg zum Kindergarten und zur Schule zu Fuß zurücklegen", verweist Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, auf erfolgreiche internationale Initiativen und ergänzt: "das ist eine sehr einfache, ökologisch sinnvolle und dazu noch fast kostenfreie Möglichkeit, Kinder zu mehr Bewegung zu verhelfen. Zudem lernen sie die Straßenverkehrsregeln und verbessern zugleich ihr Sozialverhalten, wenn sie ihren Schulweg - möglichst in Begleitung einer erwachsenen Person - zu Fuß zurücklegen."
In England nennt man diese Initiative "Walking bus", in Frankreich und der Schweiz heißt sie "Pedibus". "Häufig bringen Eltern ihre Kinder individuell mit dem Auto zur Schule", spricht Walser als Direktor einer großen Schule aus Erfahrung. "Das ist zwar meist gut gemeint, häufig aber kontraproduktiv, denn dieses Eltern-Taxi belastet den Verkehr rund um die Schulen und verhindert die dringend notwendige Bewegung für Kinder", sagt Walser. Bereits Bewegungen mit geringer Intensität reichen aus, um die Sauerstoff- und Zuckerversorgung des Gehirns zu verbessern und erleichtern dadurch die Informationsaufnahme.
"Viele Schulen in mehreren Bundesländern haben bereits entsprechende Initiativen gestartet. Nun geht es darum, das Projekt flächendeckend umzusetzen und zu bewerben", meint Walser abschließend.
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