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am 29. Juli

Equal Pension Day: Vorarlberg Spitzenreiter bei niedrigen Frauenpensionen

Vahide Aydın - Aydın: Unbezahlte Arbeit muss endlich fair aufgeteilt werden

Altersarmut ist weiblich. Der Equal Pension Day am 30. Juli macht darauf aufmerksam, dass Frauen in Österreich rund 42 Prozent weniger Pension erhalten als Männer. In keinem Bundesland klafft die Pensionsschere zwischen Männern und Frauen so weit auseinander wie in Vorarlberg, wo der Stichtag bereits am 7. Juli war.

Bei den Frauenpensionen zeige sich einmal mehr, was sich bereits bei der Einkommensschere abzeichne, fordert Vahide Aydın, Grüne Arbeitssprecherin, frauenpolitische Maßnahmen im Bereich Arbeitsmarkt: „Gender Pension Gap bekämpfen heißt Lohnschere im Arbeitsleben schließen. Denn alle Maßnahmen, die die Erwerbstätigkeit von Frauen fördern, fördern auch die eigenständige Absicherung im Alter: Dazu gehören qualitative Kinderbetreuung, Ganztagsschule, flexible Arbeitszeiten, faire Karenzmodelle, weniger Teilzeit-Arbeit“, macht Aydın auf ein Bündel an notwendigen Maßnahmen aufmerksam.

Das automatische Pensionssplitting sei kurzfristig ein erster Schritt im Kampf gegen Altersarmut, werde aber alleine nicht reichen, um den Gender Pension Gap zu schließen, so Aydın: „Das Pensionssplitting ist Symptombekämpfung. Wir müssen aber die Ursachen des Problems entschlossen bekämpfen: Unbezahlte Arbeit muss endlich fair aufgeteilt werden. Frauen leisten nach wie vor einen Großteil der unbezahlten Arbeit – Haushalt, Kinderbetreuung, Pflege von Familienangehörigen. Das führt zu kürzeren Versicherungszeiten, geringerem Einkommen und Teilzeitarbeit, was sich wiederum in der Pension widerspiegelt.“ Das langfristige Ziel müsse lauten, Chancengleichheit und faire Aufteilung unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern, so Aydın abschließend.