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am 15. November 2016

Grüne SeniorInnen-Organisation gegründet

Marie-Rose Rodewald-Cerha - Selbstbestimmt und unabhängig bis ins hohe Alter

„Wir wollen, dass alle Menschen selbstbestimmt und unabhängig leben können – selbstverständlich auch ältere Personen“, betont Marie-Rose Rodewald-Cerha, Obfrau des gestern, 14. November 2016, gegründeten Vereins "Generation plus Vorarlberg". „Selbstbestimmt leben heißt unter anderem, möglichst lange am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Dazu gehört der Zugang zu Bildung und Kultur auch im Alter“, so Rodewald-Cerha.

Ziel des Vereins sei es, gezielt Personen ab 50 Jahren anzusprechen und für deren Interessen und Anliegen einzutreten. Besonders wichtig sei die Zusammenarbeit mit jüngeren Menschen und die Sensibilisierung für den wertvollen Beitrag der älteren Generation für die Gesellschaft. „Wir wollen eine Bewusstseinsbildung für die Anliegen und den wertvollen Beitrag von Personen ab 50 abseits der Pensionsdebatte“, betont Rodewald-Cerha. Ältere Menschen würden oft nur mit Pflege- und Hilfebedürftigkeit in Verbindung gebracht. Das entspreche nicht ihren tatsächlichen Potential für die Wirtschaft und die Gesellschaft.

Gerade in den jetzigen Zeiten des Umbruchs leisten ältere Personen einen enorm wichtigen Beitrag. „Diese Menschen haben die Erfahrung, uns daran zu erinnern, rechtzeitig die Zeichen der Zeit zu erkennen“, betont die Grüne SeniorInnensprecheirn Sandra Schoch. Über den Vereine haben diese Menschen nun die Möglichkeit, sich mit ihren Themen und Anliegen einzubringen. „Anstatt ÜBER die Anliegen dieser Bevölkerungsgruppe, reden wir MIT ihnen“, freut sich Schoch über die Vereinsgründung.

Neben der Feldkircherin Marie-Rose Rodewald-Cerha, die zur Obfrau gewählt wurde, wurde die Lochauerin Christine Hartmann zur stellvertretenden Obfrau, und die Bregenzerin Christine Fesenmayr zur Kassiererin gewählt. „Der Verein hat einen Sitz im Seniorenbeirat des Landes und wird dort aktiv mitarbeiten. Damit können altersspezifische Politikfelder bearbeitet werden“, so Rodewald-Cerha.

Für 2017 haben sich die Vereinsmitglieder auf folgende Schwerpunkte geeinigt: Zusammenarbeit mit dem vai (Vorarlberger Architekturinstitut) in Bezug auf "Gemeinsames Wohnen" und „neue Wohnformen im Alter“, Vorträge zum Thema "Altersdiskriminierung im öffentlichen Raum", Exkursionen wie etwa zum Alchemistengarten nach Tulln sowie regelmäßige Stammtische zu unterschiedlichen Themenbereiche.

„Personen ab 50 Jahren haben wie alle Bevölkerungsgruppen unterschiedlichste Bedürfnisse. Mit dem Verein können diese nun professionell transportiert werden. Mit dem Verein haben wir die Voraussetzung für die notwendigen Distanz zu einer politischen Partei geschaffen. Damit ermöglichen wir einen kritischen Blick von außen“, so Schoch abschließend.

Vereinsgründung Generation plus Vorarlberg
Foto: Roswitha Steger, Sandra Schoch, Marie-Rose Rodewald-Cerha, Christine Hartmann, LR Johannes Rauch bei der Vereinsgründung von Gplus.