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Bewerbung Adi Gross

Kandidatur – Landesliste Landtagswahl 2014

Ich bewerbe mich als sogenannter Quereinsteiger für ein Mandat. In meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit als Energie- und Klimaschutzbeauftragter des Landes, die mit umfangreichen Einblicken in die politischen Abläufe verbunden war, war ich auch der Programmleiter von Energieautonomie Vorarlberg. Ein wunderbarer Beschluss mit einer langfristigen Perspektive. Allerdings zeigte sich in den letzten Jahren, dass keine wirklich essentiellen Schritte mehr in diese Richtung gesetzt wurden. Es war und ist zu wenig Mut da. Die Entscheidungen orientieren sich viel zu wenig am allgemeinen Wohl und beziehen die Bevölkerung zu wenig ein. Das Ziel für 2020 ist ohne entschiedene Wende nicht mehr einzuhalten.

Aufgrund dieser Entwicklungen habe ich mich entschieden, meine Lebensenergie nicht in die Verwaltung einer de facto Stagnation zu stecken. Ich möchte gestalten, zielorientiert und konstruktiv.

Wir stehen vor vielen drängenden Fragen. Neben der angesprochenen Energie- und Klimafrage sind das die Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung, der sozialen und ökonomischen Gerechtigkeit, damit auch der Leistbarkeit des Lebens, der Mobilität, der Bildung, der Migration und des demographischen Wandels. Diesen Herausforderungen zu begegnen ist möglich, aber es braucht neue Herangehensweisen, neue Ideen, eine neue Erzählung, eine Vision, für die es sich lohnt, sich einzusetzen.

Das verlangt eine Politik, die Wohlstand in einem breiten Verständnis verfolgt, die die Zivilgesellschaft einbindet und gemeinsam - im Dialog - erörtert, was wirklich wichtig ist. Leitplanke ist die Frage, ob die Zukunftschancen kommender Generationen und deren ökologische Lebensgrundlagen gestärkt werden. Wir müssen daher, und im Hinblick auf die Herausforderungen, den Raum dafür schaffen, Dinge neu zu denken und zu tun. Viele Menschen sind weiter als die Politik, erwarten Visionen, Mut und Ehrlichkeit.

Für mich sind nur wir, die Grünen, in der Lage, die notwendige ökologische und soziale Veränderung anzugehen. Niemand sonst ist so unabhängig, niemand sonst ist in der Lage, so glaubwürdig nachhaltige gesellschaftspolitische Perspektiven zu entwickeln und zu vertreten. Darüber hinaus bin ich mit den Grünen Grundwerten eng verbunden, für mich ist das insbesondere soziale Gerechtigkeit, ökologische Achtsamkeit und Solidarität. Gerade auch der Klimawandel, mit dem ich mich besonders intensiv beschäftige, unterscheidet nicht zwischen Kulturen und Identitäten, sondern ist gleich, ist universell.

Also, packen wir es an. Wir haben alle Chancen für einen guten Wahlerfolg. Meine Energie werde ich beisteuern, ohne Schonung.

Kurz ein biographischer Abriss:

Einige Jahre nach meiner Geburt 1961 habe ich in Graz Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energiewirtschaft studiert. Neben einer zweijährigen Papaphase war ich breit in politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen engagiert. Viel lernen konnte ich in der ÖH, in der ich 7 Jahre tätig war, davon 2 Jahre als Vorsitzender der Fakultätsvertretung. In einer vierjährigen Forschungsphase entstanden viele Publikationen und ich war gleichzeitig an einer Reihe konzeptiver Projekte beteiligt. In dieser Phase verfasste ich auch meine Dissertation. 1996 begann meine Arbeit beim Land. 2001 übernahm ich die Geschäftsleitung des Energieinstituts. Von 2011 bis Ende April 2014 leitete ich den Fachbereich Energie, Klimaschutz und klimaschutzrelevante Ressourcen. In der regionalen, nationalen und auch internationalen Energieszene bin ich sehr gut vernetzt.

Adi Gross