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24.01.2023 Presseaussendung

S18: „Viel­ver­spre­chen­de Va­ri­an­te Lus­tenau Süd“

Luftbild der Marktgemeinde Lustenau

„Die neue Variante Lustenau Süd macht einen vielversprechenden Eindruck“, erklärt der grüne Landessprecher Daniel Zadra anlässlich der Präsentation der sogenannten Alternativenprüfung zur S18. Diese Verbindung würde von der Anschlussstelle Dornbirn Süd unter dem Alten Rhein und über eine Verbindung zur Schweizer Autobahn A13 führen.

Variante Lustenau Süd

„Diese Streckenführung wäre wesentlich kürzer als die CP-Variante, würde daher wesentlich weniger Boden verbrauchen, einige Maßnahmen können zeitlich vorgezogen werden. Diese Variante ist daher sowohl in klimapolitischer Hinsicht, als auch im Sinne der Entlastung der Anrainerinnen und Anrainer wesentlich zielführender“, betont Zadra. Vorteilhaft seien zudem die wesentlich geringeren Kosten vor allem im Bau, aber auch im Betrieb.

„Es spricht also alles dafür, diese Variante vertiefend zu prüfen“, so Zadra.

Die CP-Variante, die bisher im Vordergrund der Überlegungen stand, schneide nicht nur in Umwelt- und Klimabelangen deutlich schlechter ab als die Variante Lustenau Süd, sie sei auch mit hohen Genehmigungsrisiken verbunden und ziehe zusätzlichen Verkehr an. Das kann bis hin zu einer möglichen Überlastung der A14 Rheintalautobahn führen.

 

Kurzfristige Maßnahmen müssen rasch für Entlastung sorgen

„Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer hat die CP auf ‚Cholera- und Pestvariante‘ getauft, ich sehe dies ähnlich“, stellt Zadra fest. Doch unabhängig von der Trassenentscheidung müssen wir nun für kurzfristige Maßnahmen zur Entlastung der lärm- und stressgeplagten Bevölkerung sorgen. „Die Alternativenprüfung empfiehlt ganz eindeutig, was jetzt – und damit meine ich ab sofort – zu tun wäre“, erklärte Zadra:

 

  • Neubau und Redimensionierung der am Ende der Nutzungsdauer befindlichen Brücke Lustenau–Au an geeigneter Stelle, verbunden mit effizienterer Zollabfertigung
  • Prüfung der Errichtung einer kleinen Verbindung zwischen Höchst und St. Margrethen
  • Reduktion der Höchstgeschwindigkeiten auf Landes- und Gemeindestraßen im betroffenen Gebiet
  • Ausweitung des Nachtfahrverbots auf alle Lkw
  • Faire Aufteilung des Lkw-Verkehrs auf alle Zollämter
  • Klärung von Nutzung der bestehenden Autobahnen auf Schweizer und österreichischer Seite als Korridor auch für den Lkw-Binnenverkehr

„Ich selbst wohne in der Nähe des vielbefahrenen Engel-Kreisverkehrs und weiß, dass wir heute mit Entlastungsmaßnahmen beginnen müssen. Das Warten auf irgendeine große Lösung, die eventuell in 30 Jahren kommen könnte, haben wir in Lustenau satt“, betont Zadra. „Setzen wir um, was jetzt möglich ist. Dazu braucht es gemeinsame Anstrengungen insbesondere auf Landes- und Gemeindeebene“, schließt Zadra.

Daniel Zadra
Daniel Zadra

Landesrat | Landessprecher | Mitglied Landesvorstand

[email protected]
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