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23.03.2022 Gemeinde-News

Fußgänger:innenzone wird aus­ge­wei­tet

Auf Grün gestellte Fußgängerampel

Mutige Entscheidung des Stadtrats für die Bevölkerung und den Klimaschutz

Der Bregenzer Stadtrat hat gestern nach mehrjähriger Vorarbeit durch grüne Mobilitätspolitik die Ausweitung der Fußgänger:innenzone in Bregenz beschlossen.

„Wir freuen uns sehr über diesen Beschluss, ist er doch das Ergebnis jahrzehntelanger grüner Mobilitätspolitik. Dieser Erfolg zeigt, es braucht einen langen Atem um dicke Bretter zu bohren. Aber irgendwann sind sie durch“, freut sich Vizebürgermeisterin Sandra Schoch.

Die Ausweitung der Fußgänger:innenzone wurde vom Mobilitätsbüro Besch & Partner für die Stadt ausgearbeitet und im Stadtrat nun mehrheitlich beschlossen. Die vom Amt vorgelegte Best-Variante macht die Rathausstraße, Teile der Anton-Schneider-Straße, die Römerstraße und die untere Kirchstraße zur Fußgänger:innenzonen. Begegnungszonen werden in der Jahnstraße, hinter der Nepomukkappelle, in der Anton-Schneider-Straße und in der Bergmannstraße geschaffen.

Zudem sind durch die Grünen weitere Verbesserungsvorschläge für die Fahrradfahrer:innen eingebracht worden. Die vergessene Durchwegung für die Fahrradfahrer:innen wird nun ergänzt und mitgeplant. Der Autoverkehr kann außen auf der Landesstraße gut fließen, Schleichwege werden aber unterbrochen. Die letztjährigeVerkehrsberuhigung durch eine Baustelle hat in der Kirchstraße deutlich gezeigt, dass es funktioniert. Anrainer:innen und die Menschen schätzen es, wenn sie den öffentlichen Raum zurück erobern können. Auch die Wirtschaftsbetrieben wünschten sich eine Erweiterung der Fußgänger:innenzone und haben den Antrag im Stadtrat unterstützt.

„Den Vorrang für Autos wollen immer weniger Menschen einfach zur Kenntnis nehmen. Die Corona-Krise hat gezeigt, wie sich weniger Autoverkehr positiv auf das Wohlbefinden der Menschen auswirkt und welche Lebensqualität damit in die Stadt einzieht. Der Ukrainekrieg hat uns deutlich unsere Abhängigkeiten aufgezeigt“, zieht auch Klimaschutzstadtrat Heribert Hehle ein positives Resümee.

Verändertes Mobilitätsverhalten ernst nehmen

Das Mobilitätsverhalten der Menschen hat sich vielfältig entwickelt. Die Zahl der Menschen, die auf sanfte Mobilität umsteigen wächst ständig. Der Ukrainekrieg schärft das Bewusstsein der Menschen noch weiter. Wichtig ist ein entsprechend attraktives Umfeld für diesen Umstieg auf sanfte Mobilität zu schaffen. Dieser Verantwortung kommt die Stadt Bregenz mit diesem Beschluss nach.

„Nachhaltige Verkehrsplanung orientiert sich nicht an kurzfristigen Ergebnissen, denn Verkehrsinfrastrukturen sind langlebig. Mit dieser Ausweitung wird nun unseren Kindern und Enkelkindern eine gute Richtung für diese Stadt hinterlassen“, schließt Schoch.

Sandra Schoch
Sandra Schoch

Landtagsvizepräsidentin | Landtagsabgeordnete | Vizebürgermeisterin in Bregenz | Mitglied Landesvorstand

sandra.schoch@gruene.at
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