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15.02.2022 Newsmeldung

Mit Lohn­trans­pa­renz gegen Gen­der Pay Gap

Blick von hinten auf eine sitzende Gruppe von Frauen

46 Tage arbeiten Frauen in Österreich umsonst. Darauf macht der Equal Pay Day am 15. Februar aufmerksam. „Der Equal Pay Day ermahnt uns jährlich daran, dass wir von dem Ziel `gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit´ noch weit entfernt sind“, kritisiert die Grüne Frauensprecherin Sandra Schoch den geschlechtsspezifischen Einkommensunterschied. „Dieser Lohnunterschied ist nichts anderes als eine krasse geschlechtsbedingte Diskriminierung und zeigt, dass die derzeitigen Regeln nicht reichen.“

Grüne fordern transparente Löhne

Fehlende Gehaltstransparenz ist eine der Ursachen für den Gender Pay Gap. Derzeit müssen Arbeitnehmer:innen Lohntransparenz mühsam individuell erkämpfen. Wir müssen den Spieß umdrehen: Schoch spricht sich für verpflichtende Einkommensberichte für Unternehmen ab 35 Mitarbeiter:innen aus. „So können wir geschlechtergerechte Bezahlung überprüfen. Und wird ungleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen nachgewiesen, sind die Arbeitgeber:innen in der Pflicht, Maßnahmen zum Schließen des eigenen Pay Gaps zu setzen.“

Lohnunterschiede in Vorarlberg am größten

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern sind groß: Während in Wien der Equal Pay Day schon am 16. Jänner war, ist der Gehaltsunterschied zwischen den Geschlechtern in Vorarlberg besonders groß: Der Equal Pay Day ist hier erst am 22. März. “In Vorarlberg verdienen Frauen um 22,2 Prozent weniger als Männer. In keinem anderen Bundesland ist der Lohnunterschied so groß”, kritisiert die Grüne Frauensprecherin, „Wir müssen diese sexistische Diskriminierung endlich entschlossener bekämpfen.“

 

Diese großen regionalen Unterschiede führt Schoch darauf zurück, dass Kinderbetreuung in Vorarlberg nach wie vor Frauensache ist. “Wenn Frauen den Großteil der Kinderbetreuung übernehmen, haben sie lange Erwerbsunterbrechungen und bleiben danach dauerhaft in Teilzeitbeschäftigung. Das wirkt sich sowohl auf die Aufstiegschancen als auch den Lohn und im Alter auf die Pension aus”, fordert Schoch den Ausbau des Kinderbetreuungsangebots: Kinderbetreuung ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Frauen selbst über das Ausmaß ihrer Erwerbstätigkeit entscheiden können. Dafür braucht es ein flächendeckendes Angebot – auch für die Kleinsten –, flexiblere Öffnungszeiten, weniger Schließtage und nicht zuletzt mehr Väterbeteiligung.

Sandra Schoch
Sandra Schoch

Landtagsvizepräsidentin | Landtagsabgeordnete | Vizebürgermeisterin in Bregenz | Mitglied Landesvorstand

[email protected]
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