Skip to main content
20.09.2022 Presseaussendung

Von Be­ton­wüs­ten zu grü­nen In­seln

Grüner Park in dem zwei Personen auf einer Picknickdecke sitzen

"In Vorarlberg braucht es die Entsiegelung als aktiver Hitze- und Hochwasserschutz!"

Am 20. September titelt die VN „Viel mehr Sterbefälle durch große Hitzewelle“. „Medienberichte zu Extremwetterverhältnissen, wie etwa Hitzewellen und Starkregen, werden auch hierzulande zunehmen. Das ist die Realität in der Klimakrise“, erklärt die grüne Landessprecherin und Klubobfrau Eva Hammerer, „aber um ein Fünftel mehr Tote aufgrund der Hitze dürfen wir nicht einfach hinnehmen, wir können in Zukunft etwas tun. Wir Grüne haben deswegen über den Sommer Maßnahmen für Vorarlberg ausgearbeitet, die wir schnell auf den Weg bringen können“.

Aufbruch in die Entsiegelung

Der Dreh- und Angelpunkt in Bezug auf aktiven Hitze- und Hochwasserschutz ist die Entsiegelung. Im langjährigen Schnitt werden in Vorarlberg jeden Tag rund 8000m2 intakter Boden verbraucht, das heißt mit einer luft- und wasserundurchlässigen Schicht abgedeckt. Durch diese Versiegelung kann Regenwasser nicht mehr versickern. Wo kein Regenwasser versickert, kann auch keines verdunsten. Dadurch steigen Hitze- und Hochwassergefahr.

Von Betonwüsten zu grünen Inseln

Gleichzeitig gibt es in Vorarlberg mehr als genug Potential zur Entsiegelung. Flächen, auf die das Land direkt und indirekt Zugriff hat, sind:

  • Flächen um Schulen, Kindergärten und Kleinkindbetreuungen
  • Flächen vor Krankenhäusern und Pflegeheimen
  • Parkplätze, Straßen und ehemalige Industrieflächen
  • Flächen rund um Einkaufszentren
  • Flächen rund um Bahnhöfe bzw. Haltestellenbereiche

„Durch Entsiegelungsmaßnahmen wollen wir aus den Betonwüsten grüne Inseln machen. Das schützt gefährdete Gruppen wie Kleinkinder oder ältere Menschen. Und es wertet unsere Städte auf. Wenn wir statt von Parkplätzen von Grünflächen und Bäumen umgeben sind bringt das mehr Lebensqualität“, zeigt Hammerer auf.

Grüner 4 Punkte Plan

Da Hitze- und Extremwetterereignisse rasant zunehmen, muss schnell gehandelt werden. Klimaschutzsprecherin Hammerer und Umweltsprecher Christoph Metzler zeigen auf wo das Land ansetzen kann:

  • Das Land soll einen Fonds zur Unterstützung der Städte und Gemeinden bei Entsiegelungsmaßnahmen schaffen;
  • Die Landesraumpläne EKZ sollen überarbeitet, damit die Entsiegelung von Parkplätzen bei Bau- oder Erweiterungsmaßnahmen berücksichtig werden muss;
  • Die Entnahme und Kompensation aus der Landesgrünzone sollen neu geregelt werden;
  • Das Ökokonto soll in Vorarlberg eingeführt werden, um Naturschutz proaktiv voranzutreiben und Ausgleichsmaßnahmen in Zusammenhang mit Naturschutzverfahren besser abwickeln zu können.

„Wir müssen jetzt konsequent und gezielt in den Hitze- und Hochwasserschutz investieren, um die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger in Zukunft bestmöglich vor Extremwetterereignissen zu schützen“, schließen Metzler und Hammerer.

Eva Hammerer
Eva Hammerer

Landessprecherin | Klubobfrau | Landtagsabgeordnete I Mitglied Landesvorstand

[email protected]
Christoph Metzler trägt ein braunes Cord-Jacket und lächelt in die Kamera. im Hintergrund sieht man die Rankweiler Baggerlöcher
Christoph Metzler

Landtagsabgeordneter | Gemeindevertreter in Rankweil | Mitglied Landesvorstand

[email protected]
Beitrag teilen
1
2
3
4
5
6
7
8