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100 Millionen Euro für den Klimaschutz

Vorarlberg nimmt seine Verantwortung wahr, wenn es um den Kampf gegen die Klimakatastrophe geht. Insgesamt 100 Millionen Euro investiert die schwarz-grüne Landesregierung 2018 in Klima- und Umweltschutzmaßnahmen - in den Ausbau des Radverkehrs, des Öffentlichen Verkehrs und der Elektromobilität, in die Umsetzung der Energieautonomieziele und der enkeltauglichen Maßnahmen sowie in die Maßnahmen der Klimawandelanpassung und in den Umweltschutz.​


„Es ist fünf vor zwölf und die Zeit wird knapp: Wenn wir weiterhin so viele Emissionen in die Atmosphäre blasen wie bisher, kommt die Klimakatastrophe schneller auf uns zu als erwartet.“
Umweltlandesrat Johannes Rauch

Schon jetzt zeigt sich der Klimawandel im Alpenraum besonders verheerend: Es wird immer wärmer, die Gletscher schmelzen, die Unwetter werden heftiger und häufiger, die Hitzetage nehmen zu. Bereits heuer hatten die Vorarlberger Obstbauern enorme Einbußen aufgrund der Frosttage im Frühjahr zu verzeichnen. Modelle zeigen, dass die Temperatur steigen wird, sollten die Emissionen nicht abnehmen.

In Paris vereinbarte die Konferenz vor zwei Jahren, dass die durchschnittliche globale Erwärmung auf höchstens zwei Grad Celsius, möglichst aber 1,5 Grad Celsius zu begrenzen sei. Die Euphorie war groß. Das Klima aber ist noch nicht gerettet: Im Moment steuert die Welt eher auf eine Erwärmung von mehr als drei Grad Celsius zu.


„Jedes Land, das den Klimavertrag von Paris unterzeichnet hat, ist verpflichtet, ihn auch zusetzen. Das heißt auch für Österreich, endlich seine Hausaufgaben zu machen.“
Johannes Rauch

Im europäischen Vergleich sind wir nämlich gar nicht gut unterwegs! Österreich liegt abgeschlagen auf Rang 35 von 56 untersuchten Staaten. Das geht aus dem aktuell veröffentlichen Klimaschutzindex von Germanwatch und New Climate Institute hervor.


Was wir jetzt auf Bundesebene jetzt brauchen: 

  • ​eine rechtlich verbindliche Energie- und Klimastrategie
  • ein Maßnahmenpaket für saubere Mobilität (öffentlicher Verkehr, Radwege, e-Mobilität)
  • eine Steuerreform, die den Faktor Arbeit entlastet und nicht erneuerbare Ressourcen stärker besteuert.

Was Österreich hingegen gar nicht brauchen kann, ist die Zerschlagung des Klima- und Energiefonds, aus dem allein in den letzten zehn Jahren rund 24 Millionen Euro in Vorarlberger Klimaschutz- und Umweltprojekte geflossen sind. Dieser Appell geht vor allem an die ÖVP, hier dem Druck der FPÖ keinesfalls nachzugeben.