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Keine Chance auf meine eigenen vier Wände

Mindestlohn Jetzt! – Beispiel Arztassistentin

Mindestlohn jetzt! – Beispiel Arztassistentin


Menschen, die hart arbeiten, haben sich ein Gehalt verdient, von dem sie gut leben können. Das ist oft nicht der Fall - wie das Beispiel von der Ordinationsassistentin Eva B. zeigt. Die Grünen fordern daher einen gesetzlichen Mindestlohn von 1.700 Euro brutto im Monat.


Eva B. ist 21 Jahre jung. Sie lebt mit ihrer Mutter in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung. Als Ordinationsassistentin verdient sie 1.160 Euro brutto im Monat. Davon bleiben ihr netto 984 Euro. Mit diesem schlechten Gehalt ist an eine eigene Wohnung gar nicht zu denken“, schildert die Grüne Sozialsprecherin Sandra Schoch.

Eva übt gerne ihren Beruf aus. Über die niedrige Entlohnung hat sie sich bislang keine Gedanken gemacht. Sie wuchs damit auf, sehr sparsam und bescheiden auf engem Raum zu leben. Auch über eine eigene Wohnung machte sich Eva lange keine Gedanken. Sie war immer gerne für ihre alleinstehende, chronisch kranke Mutter da.


Mit chronisch kranker Mutter auf engstem Raum

Das Krankheitsbild von Evas Mutter änderte sich im Laufe der Zeit. Sie brauchte immer mehr Ruhe. Das erforderte immer mehr Rücksichtnahme durch Eva. „Freundinnen mit nach Hause nehmen, war nicht möglich. Musik hören, Fernsehen oder Telefonate führen, ging nur ganz leise und auch nicht immer“, so Schoch.

Eva und ihre Mutter machten sich daher zum ersten Mal über eine eigene Wohnung für die 21-jährige Tochter Gedanken. ”Sie fingen an zu recherchieren, mussten jedoch enttäuscht feststellen, dass die Mietpreise in Vorarlberg so gestiegen sind, dass eine eigene Wohnung für Eva mit ihrem geringen Gehalt nicht drin ist“, berichtet Schoch. Evas Mutter hätte ihre Tochter gerne finanziell unterstützt, doch sie kommt selber gerade noch über die Runden.


Von einer Wohngemeinschaft in die nächste

Da es einer Freundin von Eva bei der Wohnungssuche ähnlich ging, entschieden sie sich, es gemeinsam zu versuchen. „Es war für Eva sehr schmerzhaft, dass sie sich, obwohl sie Vollzeit arbeitet, nur ein Zimmer in einer WG leisten kann. Aber sie ließ sich mit Zuversicht auf diese Wohngemeinschaft ein“, so Schoch.

„Evas Beispiel zeigt: Es ist höchste Zeit für einen Mindestlohn. Wer hart arbeitet, hat sich ein Gehalt verdient, vom dem man gut leben kann. Leistung muss sich lohnen. Für alle“, schließt Schoch.


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