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Raus aus der Wohnkostenkrise!

Für viele VorarlbergerInnen sind die steigenden Wohnkosten ein zunehmendes Problem. Immer mehr Menschen können sich ihren eigenen Wohnraum nicht mehr leisten. Genau diese Menschen wollen wir mit einem einfachen und treffsicheren Grünen Wohnbeihilfemodell unterstützen. ​

Nina Tomaselli
„Die Wohnbeihilfe macht nur Sinn, wenn sie sozial treffsicher ist. Wir brauchen ein neues und faires System, sodass den Menschen wieder mehr Geld in der Tasche bleibt“ Nina Tomaselli, Wohnbausprecherin der Grünen in Vorarlberg
Wohnen in Vorarlberg: Es geht sich nicht mehr aus

Vorarlberg ist laut Statistik Austria das Bundesland mit den höchsten Nettomieten. Diese liegen 28 Prozent über dem Durchschnitt in Österreich. Laut Immobilienpreisspiegel 2018 der Wirtschaftskammer stiegen die Preise um weitere vier Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Je nach Lage und Größe bewegen sich die Durchschnittspreise zwischen 10 und 13 Euro pro Quadratmeter. In Vorarlberg beträgt das mittlere Einkommen 21.396 Euro netto und das Land hat mit nur 12 Prozent den niedrigsten Anteil an gemeinnützigen Wohnungen in Österreich. Für viele VorarlbergerInnen mit mittleren und niedrigen Einkommen bedeutet das, dass sie sich bei steigenden Wohnkosten immer weniger leisten können und ihnen einen hohe Verschuldung droht. Bezahlbare Wohnungen müssen her und die Wohnbeihilfe muss ihrem ursprüngliches Ziel, einer sozial treffsicheren Unterstützung für arbeitende Menschen, wieder gerecht werden. Die derzeitige Richtlinie der Wohnbeihilfe ist zudem zu kompliziert und erzeugt einen massiven Verwaltungsaufwand.


Aktuelle Regelungen der Wohnbeihilfe sind absurd

​Derzeit ist die Wohnbeihilfe an den ortsüblichen Mietpreis gebunden. Ortsüblich bedeutet: Die Gemeinde legt einen Tarif fest, der ihrer Meinung nach ein normaler Mietpreis ist. Die Handhabe zwischen den Gemeinden ist dabei sehr unterschiedlich. Liegt die tatsächliche Miete darüber, erhält der Mieter keine Wohnbeihilfe. Wohnungen unter diesen Grenzen sind auf dem privaten Wohnungsmarkt aktuell kaum verfügbar – wer mehr zahlen muss, bekommt demnach keine Wohnbeihilfe genehmigt und schaut durch die Finger. Zudem erhält nach der derzeitigen Quadratmeterförderung jemand mit einer großen Wohnung mehr Beihilfe als jemand in einer kleinen Wohnung. Ausschlaggebend für eine treffsichere Wohnbeihilfe ist aber nicht die Wohnungsgröße, sondern die soziale Situation der Betroffenen.


Das Grüne Wohnbeihilfemodell ist einfach und treffsicher

​Das Grüne Wohnbeihilfemodell verfolgt das Ziel einer einfachen und treffsicheren Wohnbeihilfe. Das heißt, die Wohnbeihilfe kommt denjenigen zugute, die sie am meisten brauchen. Es unterstützt Personen mit mittleren und niedrigen Einkommen mithilfe einer Pauschale anstatt einer Wohnbeihilfe, die sich an der Größe der Wohnung (Quadratmeter) und der ortsüblichen Miete orientiert: Die erste Person im Haushalt erhält pauschal 400 Euro, jeder weitere Erwachsene 200 Euro und jedes Kind 100 Euro. Je nach Höhe des Einkommens, wird auch wie bisher der zumutbare Wohnungsaufwand (ergibt sich aus dem Einkommen und der Zahl der Haushaltsmitglieder) abgezogen. 

Alle VorarlbergerInnen sollen mit dem Grünen Modell den gleichen Zugang zur Wohnbeihilfe bekommen und es soll sichergestellt werden, dass alle am Ende des Monats mehr Geld zur Verfügung haben. Nach dem Grünen Modell ist eben auch die Haushaltszusammensetzung – welche Personen leben in der Wohnung – ausschlaggebend für die Höhe der Wohnbeihilfe. Andere Einkommensgrenzen sollen Familien und Haushalte mit mehreren Personen besserstellen und damit auch Wohngemeinschaften fördern. Aber auch Personen mit kleineren Wohnungen werden davon profitieren und nicht wie bisher, aufgrund der Quadratmeterförderung, schlechtergestellt. Außerdem soll jeder Bürger und jede Bürgerin die Möglichkeit bekommen, sich die Wohnbeihilfe einfach und schnell selber ausrechnen zu können. Die Wohnbeihilfe soll neu auch Studierenden und Teilzeitbeschäftigten zur Verfügung stehen, arbeitet jemand 50 Prozent, dann erhält er auch 50 Prozent der möglichen Wohnbeihilfe.


„Nach dem derzeitigen Modell, bekommt eine fünfköpfige Familie mit einem Einkommen von rund 1.900 Euro im Monat, Wohnbeihilfe von rund 550 Euro. Nach unserem Modell hat sie rund 100 Euro mehr im Monat zur Verfügung“ Nina Tomaselli, Wohnbausprecherin

Leistbares Wohnen für alle sichern

Wir Grünen sind uns sicher: Das Leben und Wohnen in Vorarlberg muss für alle bezahlbar sein. Die Lage ist zu ernst, um sich auf wohnbaupolitische Systeme aus der Vergangenheit zu verlassen. Nur mit neuen Wegen befreien wir die Menschen aus der Wohnkostenkrise!