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Grüne rufen Klimanotstand aus!

Forderungen der jungen Klimaaktivist*innen umsetzen

„Hitzewellen, ungewöhnliche Kälteperioden, Starkregen und Murenabgänge – die Klimakrise ist auch bei uns, in Vorarlberg, längst angekommen. Wir müssen nun endlich auf unsere zukünftige Generation hören und die Forderungen der Jugend ernst nehmen!“, appelliert der Grüne Landtagsabgeordnete Daniel Zadra und fordert mit einem Antrag der Grünen die Vorarlberger Landesregierung auf, den Klimanotstand auszurufen.

Treibhausgase massiv reduzieren

​Die Eindämmung der Klimakrise müsse mit höchster Priorität behandelt werden. „Wir brauchen zielführende Gegenmaßnahmen, die den Ausstoß von Treibhausgasen schnell und massiv reduzieren und müssen den Menschen Alternativen zu fossilen Energiesystemen anbieten!“, fordert Zadra.

Pariser Klimaschutzziele in weiter Ferne

Alle neuen Gesetze und Aktivitäten des Landes sollen auf ihre Auswirkungen auf das Klima überprüft werden. „Wir müssen die Vorarlberger Energieautonomie updaten und eine detaillierte Gesamtstrategie für die nächsten 10 Jahre entwickeln, um die Pariser Klimaschutzziele überhaupt noch zu erreichen!“, so Zadra. 

Klimaschutz hat höchste Priorität

Der Begriff „Klimanotstand“ sei dafür symbolisch und als verbindliche politische Prioritätensetzung zu verstehen. „Die Klimaaktivist*innen fordern uns zu Recht auf, ihren Appell in den Landtag zu bringen und all unsere politischen Handlungen im Hinblick auf die Klimakrise auf den Prüfstand zu stellen!“, begründet Zadra den Grünen Antrag. 

„Handelt, als ob euer Haus brennt. Denn es brennt!“

Denn die drastischen Veränderungen im Weltklima seien nachweislich menschengemacht. „Wir sind die erste Generation, die die Folgen der Klimakatastrophe spürt, und die letzte, die noch etwas dagegen tun kann – handeln wir deshalb konsequent!“, schließt Zadra. 

Im Grünen Antrag wird der Vorarlberger Landtag konkret aufgefordert:
  1. den Klimanotstand auszurufen und die Eindämmung der Klimakrise und ihrer schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität wahrzunehmen,

  2. rasch weitere Gegenmaßnahmen zum Beschluss vorzulegen, welche den Ausstoß von Treibhausgasen nachweislich und massiv reduzieren, den Menschen Alternativen zum fossilen Energiesystem anbieten und den Beitrag zur Klimakatastrophe verringern,

  3. die Vorarlberger Energieautonomie upzudaten sowie eine detaillierte Gesamtstrategie für die nächsten 10 Jahre zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele vorzulegen,

  4. schrittweise alle bestehenden und neuen Gesetze, Verordnungen bzw. Aktivitäten des Landes auf die Auswirkungen auf das Klima, sowie die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit zu überprüfen, wobei das Ergebnis schriftlich, analog zu den finanziellen Auswirkungen, festzuhalten ist, und, wo immer notwendig, die Regelungen so angepasst werden, dass die Ursachen der Klimakrise und deren Folgen abgeschwächt werden,

  5. sich bei künftigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise an den Berichten des „Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) und „Austrian Panel on Climate Change“ (APCC) zu orientieren, insbesondere in Bezug auf Raumordnung/Raumplanung, Verkehrsplanung/Mobilität, Energieversorgung und Investitionen zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen,

  6. den Nationalrat und die Bundesregierung aufzufordern, den Klimanotstand auch auf nationaler Ebene auszurufen, einen Maßnahmenkatalog zur Erreichung der Klimaschutzziele von Paris zu beschließen und die Bevölkerung Österreichs umfassend über die Klimakrise, ihre Ursachen und Auswirkungen sowie über die Maßnahmen, welche gegen die Klimakrise ergriffen werden, zu informieren.“