gruene.at
Navigation:

Raus aus dem Tiertransport-Dilemma!

Grüner 5-Punkte-Plan für Milch ohne Kälbertransporte

Über Jahre hinweg sind die Tiertransporte nach Bozen bei den Verantwortlichen bekannt und trotzdem haben sie wissentlich weggeschaut. Die Verantwortung für die Tiere endet nicht an der Grenze! Wir Grüne schauen nicht weg. Mit unserem 5-Punkte-Plan für Milch ohne Kälbertransporte, zeigen wir unseren Bäuerinnen und Bauern Alternativen auf und einen Weg raus aus dem Tiertransport-Dilemma!​

Daniel Zadra
„Wir müssen einen Schlussstrich unter die Kälbertransporte ziehen und dieses unnötige Tierleid stoppen!“ Landwirtschaftssprecher Daniel Zadra
Unnötiges Tierleid verhindern

In der derzeitigen Praxis werden vielfach männliche Kälber bereits wenige Wochen nach der Geburt an Viehhändler verkauft. Massentierhaltung und ein Gemisch aus Palmöl als Futter erwartet viele unserer Kälber in den Mastbetrieben im Ausland. Wir müssen hier die Reißleine ziehen und dieses unnötige Tierleid stoppen. Wir Grüne wollen gemeinsam mit den Bäuerinnen und Bauern im Land alternative Wege beschreiten und zeigen mit unserem 5-Punkte-Plan wie diese unnötigen Kälbertransporte gestoppt werden können:

  • Vorarlberg Milch erweitert Vermarktungsaktivitäten
    Die V-Milch wurde mehrfach zu Vorarlbergs bekanntester und beliebtester Marke ausgezeichnet. Die V-Milch nutzt dieses Potential im Sinne der Tiere und baut parallel zu den hervorragenden Vermarktungsaktivitäten im Milch- und Käsebereich eine Vermarktungslinie für Kalb- und Rindfleisch auf. Dabei nutzt sie ihr gut aufgebautes Netz aus Logistik, Vermarktung und Kooperationen mit dem Handel, der Gastronomie und dem Tourismus. Dies wird vom Land Vorarlberg weiterhin finanziell unterstützt.

  • Regionaler Schlachthof mit Zerlege- und Verarbeitungsbetrieb sowie mobile Schlachtanlagen
    Ein neues Schlacht- und Verarbeitungszentrum in Vorarlberg wird in den nächsten zwei Jahren notwendig. Durch die neue Offensive beim Kalb- und Rindfleisch der V-Milch wird die Grundauslastung gesichert. Zusätzlich sollen endlich, wie bereits zugesagt, mobile Schlachten ermöglicht werden.

  • Zweinutzungsrassen forcieren und fördern
    Zweinutzungsrassen, wie original Braunvieh, also Kühe die mit dem Ziel gezüchtet werden, sowohl Milch als auch Fleisch zu produzieren, werden vom Land und der Landwirtschaftskammer stärker forciert. Diese Rassen sind nicht nur auf die natürliche Futtergrundlage und für unsere Landschaft besser angepasst, sondern auch länger gesund. Die männlichen Kälber werden in Vorarlberg hochgezogen. Um Zweinutzungsrassen zu unterstützen, wird eine spezielle Prämie an diese Betriebe ausbezahlt.

  • Umstrukturierung der Förderung hin zur Mutter- bzw. Ammenkuhhaltung
    Durch eine gezielte und radikale Strukturreform der landwirtschaftlichen Förderungen in der Milchwirtschaft, werden diese stark auf Zweinutzungsrassen und Mutterkuh- bzw. Ammenkuhhaltung ausgerichtet. Die Kälber werden so entweder von der Mutterkuh oder einer sogenannten Ammenkuh, einer Ersatz-Mutter, getränkt.

  • Nur mehr Rind- und Kalbfleisch aus Vorarlberg in landes- und gemeindeeigenen Kantinen/Gemeinschaftsverpflegungen
    Durch Ausschreibungen, die konsequent das Bestbieterprinzip verfolgen, werden Tierschutz und Transportwege als entscheidende Kriterien festgelegt. Damit wird sichergestellt, dass nur mehr regionales Fleisch in den Großküchen der Gemeinden und des Landes eingesetzt wird. Dies garantiert einen Grundabsatz für unsere Bäuerinnen und Bauern im Land.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Die gesamte Förderlandschaft der Landwirtschaft muss dafür radikal umstrukturiert werden. Im Fokus der Förderungen sollen in Zukunft Betriebe stehen, die auf Zweinutzungsrassen setzen, also Kühe die mit dem Ziel gezüchtet werden, sowohl Milch als auch Fleisch zu erzeugen. Dazu braucht es Mut und den Willen zur Veränderung. Das sind wir den Bauern und Bäuerinnen, die sich aktiv für das Tierwohl in Vorarlberg einsetzen, schuldig.

Weitere Informationen zum Grünen 5-Punkte-Plan für Milch ohne Kälbertransporte finden Sie in der Pressekonferenz-Unterlage in der untenstehenden Downloadbox.