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Unsere mutige Stimme für Europa!

simon Vetter – EU-Kandidat aus Vorarlberg


2019 wird das Jahr der Richtungsentscheidungen – in Vorarlberg und in der EU. Doch welchen Weg wird die EU künftig gehen? Den Weg der Nationalisten und Klimaleugner, die die Zukunft des geeinten Europas tagtäglich aufs Spiel setzen? Oder aber entscheiden wir uns in Vorarlberg für einen Weg der Vernunft, der Menschlichkeit und einer sauberen Landwirtschaft. Eine dieser mutigen Stimmen kommt aus Vorarlberg. Landessprecher und Landesrat Johannes Rauch stellte den Vorarlberger Kandidaten der Grünen für die EU-Wahl vor: Simon Vetter, leidenschaftlicher Bio-Bauer und innovativer Unternehmer aus Lustenau. 

Landwirtschaft unter Druck

Vorarlberg ist einer der schönsten Plätze Österreichs. Die intakte Landschaft, die einzigartige Lebensqualität und der Zusammenhalt im Land sind weit über die Grenzen hinweg bekannt. Der Pioniergeist der Vorarlberger in Handwerk, Industrie, Architektur und Landwirtschaft setzt europaweit Maßstäbe.

Natur und Landwirtschaft geraten europaweit zusehends unter Druck. Agrarmultis und Handelskonzerne bestimmen zunehmend was auf den heimischen Feldern wächst und was auf die Teller kommt. Die industrielle Lebensmittelproduktion, der Einsatz von Gentechnik, Glyphosat und Insektengiften gefährdet die Gesundheit und ist wesentlich für das Insektensterben verantwortlich. Mit jedem neuen Lebensmittelskandal wird deutlich, dass etwas gravierend falsch läuft.

Während die Supermärkte mit minderwertigen Lebensmitteln aus aller Welt geflutet werden, kämpfen die Landwirte im Land ums Überleben. Die Lage ist dramatisch. Zwischen 2015 und 2019 haben allein in Vorarlberg über 400 Landwirte ihren Betrieb eingestellt. 

Vorarlberger Weg in Europa – saubere Böden für gesundes Essen 

Immer mehr Österreicherinnen und Österreicher fordern gesunde Lebensmittel von heimischen Bauern. Österreich ist Weltmeister in Sachen Bio-Landwirtschaft. Der Anteil an biologisch bewirtschafteten Flächen stieg 2018 mit rund 25% der landwirtschaftlich genutzten Flächen auf ein historisches Rekordniveau.

Einer dieser innovativen Bauern ist Simon Vetter aus Lustenau. 2014 übernahm Vetter den elterlichen BIO-Vorzeigebetrieb mit Schwerpunkt Gemüseanbau. Vetter vertreibt seine Produkte fast zur Gänze im Direktvertrieb. Der Hofladen und die Vetter-Gemüsekiste sind vorarlbergweit bekannt. Geliefert wird per Lastenrad und Elektroauto. Investitionen werden auch über Crowdfunding der Kunden finanziert. Gründüngung und eine vielseitige Fruchtfolge sind Standard. 2017 erhielt Vetter für seinen zukunftsweisenden Betrieb den Österreichischen Klimaschutzpreis verliehen.

„Landwirt ist für mich der spannendste Job der Welt. Doch ich sehe auch die Probleme. Wir Landwirte geraten massiv unter Druck. Das Geschäft mit dem Essen ist ein brutaler Wettbewerb. Jeder braucht etwas zum Essen. Kosten darf es aber nichts mehr. Auf der Strecke bleiben Bauern, Konsumenten und die Natur. Die einen können nicht mehr davon leben, die anderen müssen essen, was in den Regalen steht und die Böden werden kaputt gemacht. Nur saubere Böden garantieren uns auch ein gesundes Essen am Teller. Dazu braucht es strenge Regeln, die wir im Land entscheiden können, denen die KonsumentInnen vertrauen können und die uns Vorarlberger Landwirte auch einen Wettbewerbsvorteil in Europa sichern“, so Simon Vetter. Die Europäische Union nimmt Vetter besonders in die Verantwortung: „Regionale Lebensmittel müssen zurück in unsere Regale. Nur ein ausreichendes Maß an regionaler Lebensmittelproduktion vor Ort kann bei uns im Land auch eine Versorgungssicherheit in ausreichender Menge und saubere Qualität garantieren. Wir müssen aufpassen, dass wir die Versorgung im Land mit genügend eigenem Gemüse, Obst und Fleisch auch sicherstellen können. Bioland Vorarlberg, das kann der Vorarlberger Weg in Europa sein. Wir brauchen den Zusammenhalt im Land, dass wir die Kraft aufbringen und die Möglichkeiten schaffen können, unsere Lebensmittelversorgung und unseren hohen Qualitätsanspruch auch selbst in der Hand zu haben.“

Für Simon Vetter wird das nächste EU-Parlament maßgeblich über die Zukunft der heimischen Bauern und deren Produktionsbedingungen entscheiden. „Ob es in 10 Jahren noch ausreichend Bauernhöfe im Land und somit eine frische und gesunde Nahversorgung gibt, ist eine europaweite Entscheidung. Eines muss klar sein: Die regionale Landwirtschaft ist unser Garant für gesunde Lebensmittel, gesunde Zukunft, Unabhängigkeit und Ernährungssicherheit im Land“, schließt Vetter.  

Lebenslauf DI Simon Vetter
  • ​Geboren am 22. Jänner 1984 in Lustenau 
  • Vater eines 2,5 Jahre alten Sohnes, in Partnerschaft 
  • Landwirtschaftliche Fachschule Hohenems 
  • 2004 – 2007 Studium „Umwelt- und Bioressourcenmanagement“ an der BOKU Wien 
  • 2007/2008 Auslandszivildienst in Sierra Leone/ Westafrika (Lehrer am Kompetenzzentrum für erneuerbare Energie – CCRE) 
  • 2008 – 2012 Master Studium „Natural Resource Management & Rural Development“ an der BOKU und TU Wien 
  • 2014 Übernahme und Weiterentwicklung des elterlichen Betriebs „Vetterhof“
  • 2017 Österreichischer Klimaschutzpreis