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am 14. Oktober

Kasper zu Zürs: Auch Skiweltcup muss sich an die Gesetze halten

Nadine Kasper - Schwere Eingriffe in die Natur, explodierende Kosten und illegaler Baubeginn – Vorbildwirkung im Wintersport sieht anders aus

Das freudige Ereignis, nach 26 Jahren wieder ein alpines Skiweltcuprennen in Vorarlberg zu veranstalten, werde von negativen Schlagzeilen überschattet, betont Nadine Kasper: „Zu den schweren Eingriffen in die Landschaft und den Ausgaben von 1,3 Mio. Euro Steuergeldern zu Corona-Zeiten gesellt sich nun auch der Vorwurf fehlender Bewilligungen für die Bauarbeiten rund um das Skiweltcuprennen in Zürs!“, schließt sich die Grüne Tourismussprecherin der Kritik von Naturschutzanwältin Katharina Lins an.

Man könne nicht einfach ein paar Tore auslassen, um schneller ans Ziel zu kommen. Der Wintersport müsse sich – wie jede/r Häuslebauer*in auch – an die Gesetze halten: „Die Abfahrt für den Skiweltcup in Zürs ist, neben den Vorarbeiten zum Speicherteich Schwarzköpfle, nun das zweite Projekt, das offenbar ohne Genehmigung irreversibel in die Natur eingreift“, ortet Kasper eine gewisse Kontinuität im Nichteinhalten der Verfahren in der Wintertourismus-Branche.

Kasper verstehe die angespannte Lage in der Branche: Die Klimaerhitzung bringe den Wintertourismus, so wie wir ihn in Vorarlberg kennen, erheblich ins Schwitzen. Dazu kommen Corona-Reisewarnungen und fehlende Gäste. Es brauche jedoch neue Konzepte und Ansätze, nicht immer höhere Investitionen in Beschneiungsanlagen und massivere Eingriffe in die natürliche Bergwelt, so Kasper. So zerstöre der Wintertourismus eine intakte Natur und damit seine eigene Grundlage.

Kasper kündigt Anfrage an

In einer Anfrage an Sportlandesrätin Rüscher und Umweltlandesrat Rauch werde sie den offenen Fragen bezüglich Bewilligung bzw. Baubeginn des „Snowfarming-Depots“, der Geländeveränderungen, der Zufahrt zur Liftstation sowie den tatsächlichen Start der Beschneiungen nachgehen.