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am 16. Jänner

Speichersee: UVP-Gesetzgebung bedarf Reparatur

Nadine Kasper, Christoph Metzler - Ohne intakte Natur, kein nachhaltiger Tourismus

„Das Projekt Speichersee zeigt deutlich, dass die UVP-Gesetzgebung in Österreich lückenhaft ist. Es kann nicht sein, dass Infrastrukturprojekte soweit angepasst werden, dass sie vermeintlich keiner UVP-Prüfung unterzogen werden müssen“, begrüßt Landtagsabgeordneter und Grüner Umweltsprecher Christoph Metzler den Schritt der Umweltanwaltschaft. 

Bei der aktuellen UVP-Gesetzgebung reichen kleine Projektveränderungen oder die Umsetzung von großen Projekten in Teiletappen aus, um eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu vermeiden. „Ein Projekt wie der Speichersee Schwarzköpfle mit schwerwiegenden Landschaftseingriffen muss immer einer Umweltprüfung standhalten“, appelliert Metzler an die Betreiber Silvretta Montafon (SIMO) sich freiwillig einem UVP-Verfahren zu stellen. 

Großprojekte wie dieses seien tiefe Einschnitte in die Vorarlberger Hochgebirgslandschaft, beinträchtigen Natur und Tierwelt und erschweren die Entwicklung zu einem nachhaltigen Tourismus: „Ohne intakte Natur, kein nachhaltiger Tourismus in unseren Bergen“, fordert Nadine Kasper, Grüne Tourismussprecherin, ein Umdenken der Tourismusbetriebe. „Die Lebensqualität der Einheimischen, der Schutz der Natur und die Entwicklung des Tourismus müssen gemeinsam diskutiert werden. Die Auseinandersetzungen rund um das Megaprojekt Speichersee zeigen, dass die Zeit reif ist, neue Wege zu gehen“, so Kasper abschließend.