gruene.at
Navigation:
am 27. August

Aus für Lehre für Asylsuchende: Schwarz-blau agiert wirtschafts- und menschenfeindlich

Daniel Zadra - Bundesregierung verdonnert junge Menschen zum Nichtstun

Die Grünen kritisieren aufs Schärfste die von der schwarz-blauen Bundesregierung angekündigte Abschaffung der Lehre für asylsuchende Menschen in Mangelberufen. „Das ist wirtschafts- und menschenfeindlich. Unternehmen suchen händeringend nach geeigneten Lehrlingen. Daher ist es völlig absurd, lernwillige junge Menschen zum Nichtstun zu verdonnern“, so der Grüne Asylsprecher Daniel Zadra. Die Bundesregierung agiere daher sowohl gegen die Wirtschaft als auch gegen die Integration.

Zadra fordert Landeshauptmann Wallner auf, seinen Parteikollegen und Bundeskanzler Kurz zur Vernunft zu bringen. „Wir brauchen eine rasche Lösung, um asylsuchenden engagierten Menschen, die sich in unserem Land aufhalten und ihren Beitrag leisten möchten, legale Möglichkeiten für eine Lehre in Mangelberufen zu ermöglichen. Das fordern auch die letzten verbliebenen christlich-sozialen ÖVP-Granden wie Karas, Molterer, Mitterlehner und Fischler sowie zahlreiche BürgermeisterInnen und Wirtschafstreibende“, so Zadra.

Zadra verwiest auf den im Juli 2018 mit Dringlichkeit beschlossenen Antrag im Vorarlberger Landtag „Gut integrierten Asylwerbern in Ausbildung ein befristetes Bleiberecht ermöglichen“, dem Grüne, Neos, SPÖ und ÖVP zugestimmt haben. „Auch Landeshauptmann Wallner hat sich klar für diese Initiative ausgesprochen“, betont Zadra. 

89 Lehrstellen in Vorarlberg seien von der Abschaffung der Lehre betroffen, allein rund 30 in der Gastronomie. „Asylsuchende können diese Lücke füllen, es entsteht eine win-win-Situation“, so Zadra. Arbeit und Sprache seien die Schlüssel für eine erfolgreiche Integration. „Das will schwarz-blau offenbar nicht. Sie arbeitet viel mehr daran, die Spaltung innerhalb der Gesellschaft voranzutreiben und Stimmung gegen schutzsuchende Menschen zu machen“, schließt Zadra.​