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am 9. Jänner

Grüne stellen sich hinter Hilfsorganisation

Adi Gross - Caritas-Bashing der FPÖ ist inakzeptabel

„Das Bashing der FPÖ gegenüber der Caritas im Asylbereich ist absolut inakzeptabel. Zuerst verweigert FPÖ-Obmann Bitschi den Dialog mit Caritas-Direktor Schmolly für die Straßenzeitung „marie“ und jetzt unterstellt er ihr unsachliche Angriffe gegenüber seiner Partei“, kritisiert der Grüne Klubobmann Adi Gross die Umgangsweise des Freiheitlichen mit der katholischen Hilfsorganisation. Die Caritas habe in den letzten Jahren gerade in Krisensituationen sehr gute Arbeit geleistet und werde nun diskreditiert.

„Die FPÖ will die Caritas hinausdrängen und künftig durch Organisationen, die direkt dem Innenministerium unterstehen, ersetzen“, meint Gross. Alle Aufgaben des Asylwesens auf Bundesebene anzusiedeln, trifft bei Gross auf Unverständnis: „Asylverfahren die nur vom Bund abgewickelt werden als fair zu bezeichnen, ist ganz klar eine blau gefärbte Sichtweise und zeigt welche Haltung dahinter steckt!“ Die Rechtsberatung mit der Behörde zusammenzulegen könne wohl nicht als unabhängig bezeichnet werden.

Das geplante Programm der Bundesregierung zur Effizienzsteigerung in Asylverfahren beinhalte nämlich sehr bedenkliche Punkte, zum Beispiel seien Integrationsmaßnahmen bis zum rechtskräftigen Abschluss eines Asylverfahrens nicht mehr vorgesehen. „Solche Methoden und die äußerst problematischen Aussagen der FPÖ-Politiker in den letzten Wochen bestätigen, wie kalt und herzlos die Bundesregierung mit Asylsuchenden umgeht“, so Gross.

Die Attacken der FPÖ überraschen Gross allerdings nicht wirklich, dafür aber das Schweigen der ÖVP. „Die einstig christlich-soziale Volkspartei lässt sich vom freiheitlichen Rechtspopulismus diktieren. Wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wie hier mit Menschen in Not und Hilfsorganisationen wie der Caritas umgegangen wird“, schließt Gross.​