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am 21. Dezember 2020

Zadra: Griechische Elendslager evakuieren

Daniel Zadra - Österreich soll sich an Europäischer Initiative beteiligen, um Kinder und Familien aus Kara Tepe zu retten

„Genug ist genug. Wir können unsere Augen nicht verschließen, wenn Kinder in überschwemmten Zelten frieren und von Ratten gebissen werden. Das alles passiert vor unseren Augen mitten in Europa. Das ist eine Schande für uns alle“, fordert der Grüne Klubobmann Daniel Zadra die Bundes-ÖVP auf, endlich ihre Blockade zu beenden und die Aufnahme von Familien und Kindern zu ermöglichen. „Ich bin für Hilfe vor Ort, aber wenn diese Hilfe augenscheinlich nicht ankommt, dann muss man handeln und die Menschen aus dieser Situation herausholen.“

Zwölf europäische Länder – Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Irland, Finnland, Portugal, Bulgarien, Litauen, Slowenien und Kroatien – haben ihre Bereitschaft erklärt, Kinder, Familien und besonders bedürftige Menschen aus den Lagern auf Lesbos aufzunehmen. Die vielen Initiativen aus der Zivilgesellschaft würden beweisen, dass auch die österreichische Bevölkerung diese humanitäre Katastrophe mit aller Kraft beenden wolle. Und auch in Vorarlberg gebe es eine breit getragene Bereitschaft, Flüchtlinge aus den griechischen Lagern aufzunehmen, betont Zadra: „Zahlreiche Gemeinden, darunter Bregenz, Schwarzach, Bürs, Klaus, Lustenau und auch der Bürgermeister von Hohenems, haben bereits signalisiert, dass sie sich an einer gemeinsamen Initiative beteiligen wollen.“

„Wir wollen ein würdevolles Weihnachten, dann müssen wir diesen Menschen ein würdevolles Asylverfahren ermöglichen. Hier liegen die Menschenrechte im Dreck und Schlamm begraben und das an Weihnachten 2020“, appelliert Zadra an die Verantwortlichen der ÖVP, die Stimmen aus den Gemeinden, den Bundesländern und der Zivilgesellschaft endlich zu hören. „Nur mit mutigen, gemeinsamen Schritten können wir die bevorstehenden Herausforderungen meistern – sei es in der Corona-Pandemie, der Klimakrise oder jetzt in den Elendslagern auf den griechischen Inseln. Seien wir solidarisch und schauen wir nicht länger weg!“, schließt Zadra.