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am 10. März

Bezahlbare Wohnungen für die, die sie brauchen!

Nina Tomaselli - Schludriger Umgang mit Wohnungsvergabe muss sofort gestoppt werden

„5.735 Personen und Familien sind auf den Bewerbungslisten und warten auf bezahlbaren Wohnraum. Da erwarte ich mir einen verantwortungsvollen Umgang mit der Wohnungsvergabe – und zwar ausnahmslos“, ärgert sich die grüne Wohnbausprecherin Nina Tomaselli über den schludrigen Umgang mit den Wohnungsvergaben in vielen Gemeinden. Dies habe ein brandneuer Bericht der Wohnbauförderungsabteilung klar aufgezeigt. „Null Verständnis dafür, dass die wenigen Wohnungen die wir haben an Bestverdiener mit 4.000-5.000 EUR Monatsnettoeinkommen gehen“, führt die Politikerin weiter aus. Dies sei unfair und zudem ungesetzlich.

Seit Jahren verweise Tomaselli auf die Probleme mit der Anwendung der Wohnungsvergaberichtlinie in den Gemeinden, wie beispielsweise in einer Anfrage von 2015. Das Punktesystem zur Reihung der Dringlichkeit sei zwar richtig, nur die Anwendung in den Gemeinden klappe nicht. Anstatt der Dringlichkeit des Wohnbedarfs zähle in vielen Gemeinden noch immer die Beziehungen ins Rathaus. „Dieser schludrige Umgang in einigen Orten benachteiligt damit diejenigen, die die Wohnungen am notwendigsten haben“, bringt es Tomaselli auf den Punkt.

Der Prüfbericht des Landes zeige, dass nur bei gut 30 Prozent der 2.816 Vergaben überhaupt eine Dringlichkeitsreihung der Bewerbungen vorgenommen worden sei. Nur in 270 Fällen ging die Wohnung an die Nummer 1 der Liste. „Bloß in 10 Prozent der Fälle kommt die Richtlinie in vollem Umfang zur Anwendung. Einige Gemeinden verspotten damit die politischen Ziele des Steuergeld-finanzierten leistbaren Wohnens“, fasst die grüne Landtagsabgeordnete zusammen. Die Wohnungsvergabe an Menschen mit 5.000 Monatsnetto sei also nur das Tüpfchen auf dem ‚i’.

Die Wohnbauförderungsabteilung des Landes versuche schon seit fast 20 Jahren die Wohnungsvergaben auf landeseinheitliche, faire und transparente Füße zu stellen. „Ich verliere da langsam die Geduld. Jetzt ist die Zeit gekommen neue Wege zu gehen. An einer regionalen Vergabe, wie im Regierungsprogramm und dem gemeinsamen Wohnpaket vereinbart, führt kein Weg vorbei“, ist sich Nina Tomaselli sicher.

Link zum Bericht:
https://vorarlberg.at/documents/21336/358698/Antr%C3%A4ge+und+Wohnungsvergaben+%E2%80%93+Bericht+2017-2018/9e4ab68b-08ec-4ffa-9804-708082cfa19f?version=1.1​​