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am 2. Oktober

Gemeinnütziger Wohnbau als bestes Mittel gegen horrende Mieten

Christoph Metzler - Metzler: Wir können leistbares Wohnen und Klimaschutz zusammenbringen

Wer in Vorarlberg eine Wohnung sucht, muss tief in die Tasche greifen. Bei 14,2 Euro/m2 liegen die Mieten in Vorarlberg derzeit deutlich über dem Österreichschnitt. Von Eigentumspreisen von 6.000 Euro/m2 und mehr bei Neubauwohnungen ganz zu schweigen. „Wir können bei dieser Wohnkostenentwicklung nicht länger vom Spielfeldrand aus zusehen, sondern müssen beim gemeinnützigen Wohnbau in die Offensive gehen“, richtet sich Wohnbausprecher Christoph Metzler in einer Anfrage an den zuständigen Landesrat Marco Tittler. Die Vorarlberger Landesregierung hat sich in ihrem Arbeitsprogramm zum Bau von zumindest 4.000 neuen gemeinnützigen Wohnungen bis 2024 verpflichtet  – vor Corona. Geht es nach Metzler soll diese Zahl aufgrund der Verschärfung der sozialen Lage und den weiter ansteigenden Wohnkosten erhöht werden. 

Auf Holz bauen: Leistbares Wohnen und Klimaschutz verbinden

Innovative Konzepte im Gemeinnützigen Wohnbau haben zusätzlich das Potenzial die regionale Wirtschaft anzukurbeln und Klimaschutz voranzutreiben, verweist der Grüne Wohnbausprecher auf das Holzbaukonzept „Wohnen 500“ bzw. die Weiterentwicklung „Wohnen 500+“ der Vogewosi. Durch intelligente Planung, Modulbauweise aus Holz und dem Verzicht auf Unterkellerung können die Mietkosten bei 500 Euro für 65 mgehalten werden. „`Wohnen 500` ist die Antwort auf mehrere Herausforderungen unserer Zeit: Mit dem wertvollen Rohstoff Holz zu bauen verbindet Vorarlberger Bautradition, speichert  speichert CO2 und stärkt regionale Wirtschaftskreisläufe“, so Metzler. 

Denn Holz wächst in der Region und wird vor Ort verarbeitet – das heißt, Holzbau schafft regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Außerdem seien die Transportwege kurz und die Bauunternehmen könnten den Verbrauch von Rohstoffen wie Kies und Zement deutlich verringern, will Metzler, dass Holzbau im Gemeinnützigen Wohnbau in Vorarlberg zum Standard wird.

Neues Umweltlabel „Holz von Hier“

Das in Vorarlberg neu etablierte Umweltlabel „Holz von Hier“ soll Bauträgern zusätzliche Anreize bieten. Wird Holz von Hier bei der Wohnhaussanierung oder beim Neubau im privaten oder öffentlichen Bereich verwendet, gibt es zusätzliche Mittel aus der Wohnbauförderung. Für die Sanierung eines durchschnittlich großen Einfamilienhauses beispielsweise können bis zu 5.000 Euro zusammenkommen. (https://www.holz-von-hier.eu/)