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am 1. März

Grünen-Landessprecher Rauch: Freude über Topplatzierung im Global-2000-Wohnbaucheck

Johannes Rauch - NGO-Ranking belegt Vorarlbergs energiepolitische Vorreiterrolle, zeigt aber auch Handlungsbedarf auf

Im soeben veröffentlichen „Wohnbaucheck“ der NGO Global 2000 konnte sich Vorarlberg ex aequo mit Kärnten hinter Wien den zweiten Platz sichern. Die gute Platzierung verdankt Vorarlberg der hohen thermischen Gebäudequalität in der geförderten Sanierung und dem Rückgang beim Gasverbrauch der privaten Haushalte. „Vorarlbergs Weg zur Energieautonomie zeigt Früchte“, freut sich Grünen-Landessprecher Landesrat Johannes Rauch

„Dieser Erfolg gehört den vielen Tausenden Menschen in Vorarlberg, die in den letzten Jahren durch Gebäudesanierungen oder den Einbau einer klimafreundlichen Heizung wichtige Schritte für die Energieautonomie gesetzt haben“, bedankt sich Rauch bei der Bevölkerung. 

Vorarlberg hat im direkten Vergleich der Energie- und Klimaschutzaspekte des Wohnbaus sehr gut abgeschnitten. Besonders positiv bewertet wurde der Rückgang beim Gaseinsatz der Haushalte in Vorarlberg, der mit Abstand größer ausfällt als in den anderen Bundesländern. Mit weiteren Nachbesserungen hält Global 2000 einen nahezu vollständigen Erdgas-Ausstieg in der Raumwärme bis 2040 möglich. Gemeinsam mit dem Burgenland und Tirol erreicht Vorarlberg bei der thermischen Gebäudequalität in der geförderten Sanierung die besten Werte in Österreich. Negativ bewertet wurde hingegen die deutliche Verfehlung der in der Strategie „Energieautonomie Vorarlberg“ festgelegten Sanierungsrate von 3 %. Auch der Ausstieg aus den Ölheizungen kommt laut Global 2000 nicht schnell genug voran. Hier liege man weit hinter dem österreichischen Durchschnitt. 

Mit 9 von 18 möglichen Punkten hat Vorarlberg zwar im Bundesländervergleich die zweitmeisten Punkte erzielt, aber dennoch nur die Hälfte dessen erreicht, was notwendig ist. „Daraus leitet sich ein klarer Auftrag ab, die Anstrengungen beim Ausstieg aus fossilen Heizungssystemen im Wohnbau zu verdoppeln“, so Rauch. „Ich bin den Expertinnen und Experten von Global 2000 sehr dankbar, dass sie uns immer wieder auf unsere Fortschritte, aber auch auf unsere energiepolitischen Versäumnisse hinweisen.“

Als Maßnahmen für die Zukunft plant Vorarlberg eine Stärkung des Gebots für den Einbau von klimafreundlichen Heizungen im Rahmen der Bautechnikverordnung, gekoppelt mit der Fortsetzung der bereits heute sehr guten Förderanreize für Sanierungen und erneuerbare Heizsysteme sowie einem umfangreichen Beratungsangebot. „Es ist mir bei der Umsetzung der Energieautonomie im Wohnbau besonders wichtig, dass wir auf die soziale Abfederung achten und niemanden zurücklassen. Dazu sind wir in Verhandlungen mit dem Bund“, erklärt Rauch.