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am 20. Dezember 2017

Wir brauchen mehr und nicht weniger gemeinnützige Wohnungen!

Adi Gross - Wohnpaket muss zügig umgesetzt werden

„Es ist gut und wichtig, dass so viele – vor allem gemeinnützige – Wohnungen gebaut wurden“, ist sich Gross sicher. „Im Rahmen des maßgeblich von den Grünen forcierten Wohnpakets der Landesregierung sind 750 gemeinnützige Wohnungen pro Jahr auf dem Plan. Diese müssen auch realisiert werden. Jede Hinauszögerung ist falsch“, hält Gross in Richtung Statthalter Rüdisser fest, der sich dafür ausgesprochen hat, gemeinnützige Wohnbauprojekte zu verschieben.

Die Wartelisten für leistbare, gemeinnützige Wohnungen seien lang. Der Bedarf sei also gegeben. „Es braucht keine Bedarfsanalyse wie von der Bauinnung gefordert. Wir müssen mehr und nicht weniger Wohnungen bauen“, hält Gross fest.

„Wohnen ist dramatisch teuer. Wir brauchen daher rasch gemeinnützige und leistbare Wohnungen. Mittelfristig muss es uns vor allem gelingen, die Bodenpreise wieder zum Sinken zu bringen“, betont Gross.

Es gäbe viele Gründe, dass das Bauen in Vorarlberg so teuer ist. Neben den tatsächlichen Boden- und Materialkosten, seien es auch die regional hohen Preise in Vorarlberg. „Durch die große Nachfrage nach Wohnraum steigen auch die lukrierbaren Spannen in der Bauwirtschaft - ohne realen Kostenhintergrund“, hält Gross kritisch fest.

„In Vorarlberg haben wir einen großteils geschlossenen Markt. Man muss sich schon fragen, warum im benachbarten Deutschland die Preise oft deutlich niedriger sind – bei gleich hohen Standards. Oder warum bei uns Beton drastisch mehr kostet als in Wien. Da wäre auch mal ein bisschen Selbstkritik in der Bauwirtschaft angesagt“, schließt Gross.​