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am 18. März

Bildungsreform: „Kann Optimismus von Ministerin Hammerschmid nicht teilen“

- Für Zustimmung der Grünen braucht es noch viel Bewegung

„Ich kann den Optimismus von Ministerin Hammerschmid, dass nun mit dem Autonomiepaket das Gestaltungsparadies in den Schulen ausbrechen wird, leider nicht teilen“, kommentiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, die überzogenen Erwartungen von Bildungsministerin Sonja Hammerschmid, die sie auch heute im Ö1-Mittagsjournal formuliert hat. „Dazu hätte es viel mehr Mut gebraucht, die alten Verwaltungsstrukturen, in die jährlich viele Millionen versickern, tatsächlich aufzubrechen.“

Walser bedauert, dass vom ursprünglichen ExpertInnenpapier „Freiraum für Österreichs Schulen“, das am Anfang des Prozesses zur Bildungsreform stand, die entscheidenden Eckpunkte nicht Berücksichtigung fanden: „Hier hätten die verhandelnden Parteien ansetzen und hart bleiben müssen.“ Übriggeblieben sei aber nur mehr ein Stückwerk, dessen Prämissen das unsägliche Wort ‚kostenneutral’ und die Befriedigung der Länderinteressen gewesen sind.

„In einem Punkt stimme ich der Ministerin jedoch zu: Wenn sie sagt, wir werden sehen, wo wir am Ende des Tages stehen. Dafür braucht es noch Bewegung, denn das wird an einem anderen Punkt sein müssen, als es bisher der Fall ist – zumindest dann, wenn die Grünen dem Paket zustimmen sollen“, so der Grüne Bildungssprecher abschließend.