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am 20. Jänner

Hammerer: Benachteiligung langdienender Berufsschullehrer*innen muss abgestellt werden

Eva Hammerer - Breite Unterstützung im Bildungsausschuss

Ein neues Gehaltsschema für Lehrkräfte, das 2013 eingeführt wurde, führt zu einer Benachteiligten der Lehrer*innen an Berufsschulen, die nach dem alten System (Sondervertragsschema) entlohnt werden. „Aktuell werden Lehrer*innen im neuen System durch die Anrechenbarkeit der Vordienstzeiten, die Anzahl der Gehaltsstufen und bei der Überstunden- und Supplierstundenentlohnung bevorzugt“, führt Eva Hammerer, Grüne Bildungssprecherin, die Unterschiede aus. Dies habe zur Folge, dass Neueinsteiger*innen sofort mehr verdienen als langjährig tätige Lehrkräfte oder gar Direktor*innen. „Diese eklatante Benachteiligung langdienender Lehrer*innen muss sofort abgestellt werden“, richtet die Grüne Bildungssprecherin die Aufforderung der Nachbesserung an den Bund. 

In einer gemeinsamen Ausschussvorlage, die heute im Bildungsausschuss von allen Parteien unterstützt wurde, wird von der Bundesregierung und der Gewerkschaft gefordert, dass Berufsschullehrkräfte mit alten Sonderverträgen gemäß dem Gleichheitsprinzip eine Opt-in-Möglichkeit in das neue pd-Gehaltsschema erhalten.

Vorarlberg sei von dieser Ungleichbehandlung besonders betroffen, da die duale Ausbildung im Land einen so hohen Stellenwert habe – immerhin würden rund 50 Prozent der 15-Jährigen in Vorarlberg in Berufsschulen unterrichtet. Diese Wertschätzung der Lehre müsse sich auch im Gehalt der Lehrkräfte und Direktor*innen widerspiegeln, betont Hammerer.

„Es kann nicht sein, dass langdienende Lehrpersonen schlechter behandelt werden. Wir sprechen hier immerhin von einer Differenz von bis zu rund 700 Euro monatlich“, so die Bildungssprecherin. Geld, auf das die Berufsschullehrer*innen nicht länger warten dürften. Daher soll in der „alten“ Sondervertragsregelung (äquivalent zur 7. Stufe des neuen pd-Schemas) eine 4. Gehaltsstufe für jene Lehr*innen eingeführt werden, die sich bereits zehn Jahre in Stufe 3 befinden. Und auch Überstunden und Supplierstunden sollen für Lehrpersonen in beiden Gehaltsschemas jeweils gleich entlohnt werden, so die Bildungssprecherin abschließend.