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am 11. Februar 2016

Kein Kind zurücklassen!

Daniel Zadra - PISA: Bildung darf nicht vererbt werden

„Die PISA-Studie zeigt erneut auf, dass Bildung in Österreich vererbt wird. Mit den gesetzten Zielen für mehr soziale Gerechtigkeit und höhere Leistung ist Vorarlberg mit der gemeinsamen Schule der 10 - 14 Jährigen auf dem richtigen Weg“, reagiert der grüne Bildungssprecher Daniel Zadra auf die aktuellen Ergebnisse der PISA-Studie. Zadra erwartet sich im Hinblick auf die Verhandlungen zur Bildungsreform nun einen entsprechenden Reformwillen der Bundes-ÖVP. „Wir dürfen kein einziges Kind zurücklassen. Die Bundes-ÖVP soll daher aufhören, diejenigen zu blockieren, die willig sind mutige Reformen anzugehen“, so Zadra.

Vorrangiges Ziel müsse es sein, die ungleichen Bildungschancen auszugleichen. 34 Prozent der SchülerInnen aus Haushalten mit geringem Einkommen bzw. geringer Bildung fielen laut Studie in Österreich unter die Leistungsschwachen. Vergleichsweise seien es nur sechs Prozent aus finanzkräftigeren bzw. höher gebildeten Familien. „Das ist alarmierend. Wir müssen alles tun, um allen Kindern einen gleichberechtigten Zugang zur Bildung zu ermöglichen. Der Verzicht auf die frühe Trennung der Kinder in Hauptschule und Gymnasium ist daher längst überfällig“, so Zadra.

Laut Studie seien elf Prozent der österreichischen SchülerInnen so leistungsschwach, dass sie sich nicht in der Gesellschaft zurechtfinden und keine komplexeren Aufgaben lösen können. „Dies wird der gesamten Gesellschaft in Österreich auf den Kopf fallen. Denn unser Arbeitsmarkt braucht alle Talente und nicht nur die aus wirtschaftlich starken Haushalten“, warnt Zadra. Die Studie zeige auf, dass es viele Länder geschafft haben den Einfluss des Sozialstatus auf das Bildungsniveau zu verringern. „Diesen Weg sollte endlich auch Österreich gehen, mit Vorarlberg als Vorreiter“, schließt Zadra.