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am 12. Jänner

Keine Zustimmung für isolierte Tarifreform

Eva Hammerer - Hammerer: Chancengerechtigkeit beginnt bei den Kleinsten

​„Eine isolierte Tarifreform können wir nicht unterstützen. Wenn es Handlungsbedarf im Bereich der Kinderbetreuung gibt, so können notwendige Schritte im Zuge der Reform des Kinderbildungsgesetzes unter Einbeziehung der Expert*innen und der betroffenen Einrichtungen besprochen werden“, verweist die Grüne Bildungssprecherin Eva Hammerer auf die derzeit laufenden Reformverhandlungen und kritisiert den Alleingang der Landesrätin.

Neben der ungeschickten Vorgehensweise zeigt sich Hammerer überrascht über die Aussage, dass in den Gemeinden genügend öffentliche Kindergartenplätze vorhanden seien. Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage seien in der Vergangenheit private Kinderbetreuungseinrichtungen, Spielgruppen, Tageseltern und Kindergärten eingesprungen und hätten damit ein vielfältiges Betreuungsangebot garantiert. „Viele Gemeinden sind schon jetzt unter Druck, genügend Plätze und das notwendige Personal für ein ganztätiges und flexibles Angebot bereitzustellen. Ein ganztätiges Betreuungsangebot ist aber Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Im gemeinsamen Arbeitsprogramm habe sich die Landesregierung dazu verpflichtet, Familien mit qualitativ hochwertigen, leistbaren und ganztägigen Betreuungsangebote verlässlich zu unterstützen. „Chancengerechtigkeit beginnt bei den Kleinsten. Die Wahl nach der passenden Kinderbetreuung oder dem besten Kindergarten darf keine Frage des Einkommens sein“, schließt Hammerer.