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am 23. Oktober

Massiver Verbesserungsbedarf bei der Schulkind-Betreuung

Daniel Zadra - Ein ausreichendes Angebot an guten Ganztagsschulen muss gegeben sein

„Der Bericht des Landesrechnungshofs zur Schulkind-Betreuung an Pflichtschulen zeigt gravierende Schwachstellen auf. Die zuständige Landesrätin Barbara Schöbi-Fink wird sich mit der Kritik auseinandersetzen und rasch die Empfehlungen abarbeiten müssen. Eltern und Kinder müssen sich darauf verlassen können, dass es ein ausreichendes Angebot an guten Ganztagsschulen gibt“, nimmt der Grüne Bildungssprecher Daniel Zadra zur heutigen Präsentation des Rechnungshofberichtes Stellung. 

Das Land habe bereits erste Schritte gesetzt, um aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen. So wurde zugesichert, dass in Zukunft besser zwischen den unterschiedlichen Betreuungsformen, also Ganztagsschulen und reiner Nachmittagsbetreuung differenziert wird. „Der Rechnungshofbericht zeigt, dass in der Vergangenheit nicht klar zwischen den Betreuungsformen unterschieden worden ist und es von Seiten des Landes keine klaren Vorgaben sowie keine Strategie bei der SchülerInnenbetreuung gegeben hat“, so Zadra. 

Gemeinsam mit den Lehrenden, den DirektorInnen, den Eltern und den Gemeinden müsse das Land jetzt rasch weitere Schritte setzen. Als Unterstützung für Schulen und Gemeinden schlägt Zadra eine zentrale Koordinierungsstelle für alle Betreuungsformen von Schulkindern vor. „Hier werden alle Kompetenzen gebündelt, und Schulen sowie Gemeinden haben einen klaren Ansprechpartner für den Ausbau von ganztägigen Schulformen“, so Zadra.

Wichtig sei, dem jetzt schon sich abzeichnenden LehrerInnenmangel entgegenzuwirken, indem etwa attraktive Angebote für PH-Studierende geschaffen werden. „Für gute Ganztagsschulen brauchen wir gutes Personal. Es geht nicht nur um die reine Deckung des Betreuungsbedarfs, es geht um die bestmögliche Bildung und Förderung aller Kinder“, schließt Zadra.​