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am 3. Februar

Ziffernnoten: Grüne stellen sich hinter engagierte Lehrer*innen

Eva Hammerer - Nein zu Notenzwang, Ja zu Gemeinsamer Schule der 10- bis 14-Jährigen

Eva Hammerer, Grüne Bildungssprecherin, stellt sich hinter die Lehrer*innen der Volksschulen in Lustenau sowie Frastanz und ihrer Forderung nach alternativer Leistungsbeurteilung: „Wir können uns als Politikerinnen und Politiker nicht hinter unseren Schreibtischen verstecken, sobald es um was geht. Im schwarz-grünen Regierungsprogramm hat sich das Land zu alternativen Beurteilungsformen und der Gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen bekannt. Jetzt heißt es, Rückgrat zeigen.“ 

Zwei Drittel der Vorarlberger Volksschulen (130 von 175 Schulen, Stand Nov. 2017) haben bereits sehr gute Erfahrungen mit alternativer Leistungsbeurteilung gemacht. Diese nun nach 20 Jahren erfolgreicher Schulversuche zurück ins enge Ziffernnoten-Korsett zu zwingen, sorge bei Lehrer*innen, Kindern und Eltern für Unsicherheit und Ärger, so die Grüne Bildungssprecherin. 

„Das wichtigste im Bildungssystem – da sind wir uns alle einig – sind engagierte Pädagoginnen und Pädagogen. Und genau die haben in Zusammenarbeit mit Eltern und Kindern erfolgreich alternative Konzepte der Leistungsbeurteilung entwickelt. Dieses Engagement gilt es zu fördern und politisch den Rücken zu stärken“, stellt Hammerer klar.

Ziffernnoten in diesem Alter sagen nichts über Leistungen und Fähigkeiten der Kinder aus. Sie sind Folge einer veralteten Bildungs- und Gesellschaftspolitik, in der der sozialer Background der Eltern den Bildungserfolg bestimmt. ​

Ziffernnoten als Leistungsbeurteilung in der Volksschule seien längst überholt, wie auch die viel zu frühe Trennung mit neun Jahren. „Ziffernnoten in diesem Alter sagen nichts über Leistungen und Fähigkeiten der Kinder aus. Sie sind Folge einer veralteten Bildungs- und Gesellschaftspolitik, in der der sozialer Background der Eltern den Bildungserfolg bestimmt. Verschwenden wir unsere Energie nicht mehr darauf Kinder auszubremsen, sondern investieren wir in Talente und fördern wir die Freude am Lernen“, betont Hammerer die Forderung nach einer gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen. „Nur so wird es uns gelingen, das Versprechen, Vorarlberg zur chancenreichtsten Region für Kinder bis 2035 zu entwickeln, auch zu halten“, schließt Hammerer.