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am 27. April 2016

Qualität in Kindergärten braucht jetzt Vorrang

- Grüne fordern Bundesrahmengesetz für elementare Bildung

„Unser Ziel ist, dass alle Kinder gleiche Startbedingungen auf ihrer Bildungslaufbahn haben. Das setzt voraus, dass es österreichweit einheitliche Qualitätskriterien für den elementaren Bildungsbereich gibt“, reagiert der Grüne Bildungssprecher Harald Walser auf die heute präsentierten Ergebnisse der Studie ,Elementarpädagogik der Zukunft'.

Walser appelliert an die bei der Präsentation anwesende Familienministerin Karmasin: „Davon sind wir leider noch sehr weit entfernt, wie auch die Studie deutlich macht. Seit Jahren fordern wir Grünen ein Bundesrahmengesetz für Krippen und Kindergärten, in dem den Ländern Vorgaben für Raumgröße, Betreuungsschlüssel, Gruppengröße etc. verbindlich vorgegeben werden.“ Bis 2016 hat sich die Regierung das Ziel gesetzt, einen Qualitätsrahmen zu entwickeln. Die Verhandlungen mit den Ländern haben noch nicht begonnen und im Budget sind dafür keine zusätzlichen Mittel vorgesehen. Walser: „Ich habe große Zweifel, dass die Bundesregierung mehr anstrebt, als den Ländern lediglich Verbesserungen der Qualität ‚zu empfehlen‘“.

In den vergangenen Jahren ist es gelungen, viele neue Krippen- und Kindergartenplätze zu schaffen. Nun muss aber die Qualität absoluten Vorrang haben. „Denn die Qualität entscheidet darüber, ob Kinder von einem Besuch in Krippe und Kindergarten profitieren können. Damit PädagogInnen Kinder individuell in ihren sozialen, kognitiven, motorischen und auch sprachlichen Fähigkeiten unterstützen können, braucht es u.a. mehr Pädagoginnen und damit pro PädagogIn weniger Kinder. Außerdem soll das pädadogische Personal besser und höher qualifiziert werden“, sagt Walser.