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am 10. November

Kinder- und Jugendbeteiligung in Vorarlberg stärken

Eva Hammerer - Grünen wollen Kindern und Jugendlichen mehr Mitsprache ermöglichen

„Für Jugendliche gilt: Über sie gesprochen wird viel, mit ihnen wenig“, sieht Eva Hammerer, Grüne Jugendsprecherin, einen Mangel an politischen und gesellschaftlichen Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendliche in Vorarlberg. Gerade die Corona-Pandemie habe gezeigt, dass die Gruppe der Kinder und Jugendlichen ohne Lobby oft spät oder gar nicht gehört werde, so Hammerer: „Dabei wollen junge Menschen mitreden, ihre Zukunft aktiv mitgestalten und an demokratischen Prozessen teilnehmen – das belegen Umfragen im Zuge des Chancenpakets des Landes, das zeigt die Bewegung Fridays for Future jede Woche auf der Straße.“

Es brauche eine Ergänzung zum Schüler:innenparlament, weil die Beteiligung im Kontext Bildung viele Jugendliche, beispielweise Lehrlinge, ausschließe, fordert Hammerer ein niederschwelliges Beteiligungsformat für alle Jugendlichen abseits der Parteipolitik, das die Lebenswelten und die Bedürfnisse dieser Generation erfasst und darstellt: „Freie Meinungsäußerung und Beteiligung ist nicht nur ein Kinderrecht, es stärkt das Selbstvertrauen und fördert den Dialog zwischen den Generationen und das Verständnis für politische Prozesse.“

Beteiligungsformat für Jugendliche entwickeln

Im heutigen Rechtsausschuss brachten die Grünen deshalb gemeinsam mit dem Koalitionspartner ÖVP eine Ausschussvorlage ein, um ein landesweites bzw. regionales Format für Jugendbeteiligung anzustoßen. Für eine breite Akzeptanz und rege Teilnahme sei es wichtig, die Jugendlichen von Beginn an in den Prozess einzubinden, so Hammerer. Deswegen wird das Büro für Freiwilliges Engagement und Beteiligung des Landes gemeinsam mit den Einrichtungen der offenen Jugendarbeit und dem Landesjugendbeirat, als Vertretung der Jugendlichen, Beteiligungsmöglichkeiten entwickeln. Dabei werden jedenfalls auch digitale Möglichkeiten der Beteiligung eine Rolle spielen. „Das Ziel ist, dass die Perspektive der Jugend bei allen politischen Entscheidungen miteinbezogen wird. Zumal es die Kinder und Jugendlichen sind, die von den politischen Entscheidungen, die wir heute treffen, am meisten betroffen sind“, so die Grüne Jugendsprecherin abschließend.