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am 18. August

Mehr Waffen bedeuten nicht mehr Sicherheit

Adi Gross - Grüne für Zurückhaltung bei Ausnahmen vom staatlichen Gewaltmonopol

"Das ist völlig irrational und eine gefährliche Entwicklung", nimmt Grünen-Klubobmann Adi Gross zur stark steigenden Anzahl an Waffen und Waffenbesitzern in Österreich Stellung. "Damit wurde ein trauriger Rekord erreicht."

"Warum Landesrat Schwärzler mit dem Hinweis auf ein Selbstschutzbedürfnis für diese bedenkliche Entwicklung Verständnis zeigt, kann ich nicht nachvollziehen", so Gross. Denn zum einen zeige die Kriminalitätsstatistik, dass Vorarlberg ein besonderes sicheres Land ist und die Kriminalität insgesamt seit Jahren rückläufig ist. 

"Zum anderen bringen mehr Waffen nicht mehr Sicherheit, vielmehr ist das Gegenteil der Fall", hält der Abgeordnete fest. Insgesamt steige dadurch das Gefährdungspotential. 

"Wir haben eine professionelle und gut ausgebildete Polizei. In ihren Händen liegt das Gewaltmonopol, da gehört es auch hin", so Gross.  

Statt die Entwicklung einfach zur Kenntnis zu nehmen, wären mehrere Dinge erforderlich:

1. der Öffentlichkeit mit einer Aufklärungsoffensive die Tatsache näher bringen, dass mehr private Waffen die Gesellschaft nicht sicherer machen.

2. Endlich die grüne Forderung nach einer Registrierung von Psychostests umsetzen. Derzeit kann ein Test bei verschiedenen Gutachtern so oft   wiederholt werden, bis er positiv ausfällt.

3. Ein striktes Verbot von halbautomatischen Waffen. Diese sind derzeit in der Kategorie B grundsätzlich für alle erhältlich.

4. Effektivere Möglichkeiten, Waffenverbote zu überprüfen. Dies ist derzeit nur bei konkretem Verdachtsmonemten möglich. Das ist umso erstaunlicher, als der Waffenbesitz sehr wohl unangemeldet kontrolliert werden kann.

Gross erinnert an die Amoktat von Nenzing im Mai letzten Jahres, bei der drei Menschen starben. "Seither ist viel geredet, aber leider keine unserer Forderungen ernsthaft angegangen worden."​