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am 15. März

Schulleitungen künftig nur noch von Gnaden der GÖD?

- Grüne warnen vor intensiviertem rot-schwarzen Postenschacher

„Die Pläne der Regierung zur Bestellung von Schulleitungsstellen führen zu einem intensivierten rot-schwarzen Postenschacher“, warnt Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen. Er bezieht sich auf neue Passagen zur Bestellung von Direktorinnen und Direktoren im Schulautonomiepaket: „Die GÖD haben diese Passagen ausschließlich im Sinne eigener Machtinteressen hineinreklamiert. Ministerin Sonja Hammerschmid ist gefordert, diesem Machtrausch Einhalt zu gebieten.“

Konkret verweist Walser darauf, dass an Stelle der proporzmäßig besetzten Kollegien der LandesschulrätInnen künftig Ernennungskommissionen darüber entscheiden sollen, wer die Leitung einer Schule übernimmt: „Entscheidend ist, wer in diese Ernennungskommissionen entsandt wird.“

Es sollen jeweils zwei VertreterInnen von Arbeitgeber- und Arbeiternehmerseite in die Kommission entsandt werden. Entgegen dem ursprünglichen Entwurf der Regierung hat die Lehrergewerkschaft aber offensichtlich durchgesetzt, dass nicht der Fachausschuss in den jeweiligen Bundesländern entsendet, sondern die Machtzentrale der GÖD in Wien: „Damit verfolgt die Lehrergewerkschaft primär parteipolitische Interessen. Denn in den Zentralausschüssen der Lehrkräfte, den Dachorganisationen der Personalvertretung der Lehrkräfte, entscheidet allein die ÖVP. Wir brauchen aber die Besten in Leitungspositionen, nicht stramme Parteisoldaten.“

„Wenn es um die Besetzung von Leitungsfunktionen an autonomen Schulen und Clustern geht, ist eine Mitbestimmung der Betroffenen unerlässlich“, macht Walser deutlich: „Statt der Zentralausschüsse sollen alle Schulpartner mitbestimmen können. Speziell die Dienststellenausschüsse vor Ort sowie die Fachausschüsse sind in die Bestellungskommissionen einzubeziehen. Sie wissen am besten, wer für die Leitung der jeweiligen Schule, bzw. eines Clusters die nötigen Qualifikationen mitbringt.“