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am 24. Februar

Biomasseheizwerk in Rankweil zeigt den Weg zur Energieautonomie

Adi Gross - In Zusammenarbeit mit Bund, Ländern und Gemeinden schaffen wir die Heizrevolution

Ab 2035 heizen wir in Österreich nur noch mit erneuerbaren Energieträgern – so lautet das Ziel. „Diese Heizrevolution ist ein wirklich großes Vorhaben, das wir gemeinsam auf Bund- und Landesebene angehen. Gerade bei der Gebäudewärmung und -kühlung gibt es viele ökologische Alternativen wie Geothermie, Wärmepumpen, Pellets, und – wie wir hier in Rankweil sehen Biomasse“, so Bundesrat Adi Gross im Rahmen des gemeinsamen Besuchs mit Umweltministerin Leonore Gewessler im Biomassekraftwerk in Rankweil.

„Das Land Vorarlberg bekennt sich klar zum Ausstieg aus Öl: Ab nächstem Jahr werden keine Ölkessel mehr verbaut und die rund 27.000 bestehenden sollen kontinuierlich ersetzt werden“, so Klimaschutzexperte Gross. Dabei spielt Biomasse-Nahwärme, vor allem in dichter besiedelten Räumen, eine zusehends wichtigere Rolle.

Biomasseheizwerk Rankweil zeigt, wie Energieautonomie geht  

„Das Biomasseheizwerk Rankweil zeigt vorbildlich, wie eine nachhaltige, sichere und leistbare Wärmeversorgung aussehen kann“, ist Christoph Metzler, Energiesprecher der Vorarlberger Grünen, stolz auf das Engagement seiner Heimatgemeinde. Das im Jahr 2000 gebaute Heizwerk versorgt auf 5,5 km Leitungslänge 99 Gebäude – darunter auch 15 öffentliche Gebäude – mit Nahwärme. „In Vorarlberg sind bereits 18.000 Haushalte an das Fern/Nahwärmenetz angeschlossen, damit sind wir österreichweit Vorreiter und zeigen, dass die Interessen des Klimaschutzes mit den Anliegen der Forstwirtschaft und der BewohnerInnen ideal zusammen gehen“, so Metzler.

​„Beide, Bund und Land, müssen nun ihren Teil zur Heizrevolution beisteuern“, betont Gross.  „Die bundesweite ökosoziale Umsteuerung wird erneuerbare Energieträger preislich attraktiver machen und so den Ausstieg aus fossiler Energie beschleunigen. Auf Landesebene braucht es eine Energieraumplanung, die Vorrangzonen für Biomasse-Nahwärme definiert“. Mit Ministerin Gewessler habe man eine Partnerin im Bund, der Klimaschutz ein zentrales Anliegen ist. „Mit gemeinsamen Willen und der Unterstützung des Finanzministers, können wir einen wichtigen Schritt für eine lebenswerte Zukunft junger Menschen setzen“, meint Gross abschließend.​

Bundesrat Adi Gross, Umweltministerin Leonore Gewessler, Bernhard Nöckl, Obmann Agrar Rankweil, und Landtagsabgeordneter Christoph Metzler beim Besuch des Biomasseheizwerks in Rankweil.