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am 11. März

Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz beschlossen

Johannes Rauch - EAG ist der Meilenstein am Weg zur Energiewende

„Mit dem von der Bundesregierung vorgestellten Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) wurde heute der wichtigste Meilenstein auf dem Weg zu Energiewende und somit eine zentrale Maßnahme für den Klimaschutz gesetzt. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz ist DAS Gesetz für die Energiewende in Österreich“, freut sich Energielandesrat Johannes Rauch und führt weiter fort „besonders freut mich, dass auf den Tag genau, 10 Jahre nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima, mit dem EAG Österreich in der Energiegewinnung historisch neue Wege beschreitet.“

„Mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) wird in Österreich bis 2030 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen. Das ist ein Wahnsinnserfolg“, zeigt sich Klimalandesrat Rauch erfreut. Damit der Ausbau möglich ist, wird vom Bund ein passendes Fördersystem zur Verfügung gestellt, insgesamt werden damit bis 2030 jährlich eine Milliarde Euro in den Ausbau der Erneuerbaren investiert. „Mein großer Dank gilt hier besonders Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Vizekanzler Werner Kogler sowie Bundesrat Adi Gross, die sich bei den Verhandlungen mit dem Koalitionspartner hartnäckig für diesen tollen Grünen Erfolg eingesetzt haben“, bedankt sich Johannes Rauch.

Bürger:innenbeteiligung für die Energiewende

Ein wichtiger Teil des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) ist die Umsetzung der Erneuerbare-Energiegemeinschaften (EEG). Diese ermöglichen Bürger:innen als Energiegemeinschaften gemeinsam Ökostrom zu produzieren, zu speichern und zu verbrauchen und damit einen aktiven Beitrag an der Energiewende zu leisten. „Die Erneuerbare-Energiegemeinschaften unterstützen regionale Initiativen und e5-Gmeinden und bieten einen Rahmen für Beteiligung und Demokratisierung“ so Rauch und hält weiter fest „Sie werden ein wichtiger Treiber für die Energiewende werden. Bürger:innen können sich zusammentun und ihren Strom selber produzieren und bei sich zu Hause auch verbrauchen.“

LR Rauch erwartet für Energiegemeinschaften in Vorarlberg eine hohe Bereitschaft: „Bereits in der Vergangenheit haben Gemeinschaftsanlagen, die noch mit großen Hürden errichtet werden mussten, funktioniert. Die Beteiligung mit eigenen privaten Mitteln stieß bei vielen Bürger:innen auf Zustimmung, manche Projekte waren innerhalb von Tagen finanziert. Vorarlberger:innen werden sich in Zukunft verstärkt an solchen „grünen Investments“ beteiligen können“, ist Rauch überzeugt.

Vorarlberg wird massiv profitieren

„Vorarlberg wird vom Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz massiv profitieren, die Energieautonomie+ wird damit einen neuen Schub bekommen – und verlässliche Planungsgrundlagen schaffen“, so Johannes Rauch. „Das EAG ist der Rechtsrahmen für den Ausbau von Ökostrom, damit wird DIE Basis geschaffen, um die Ausbauziele in Vorarlberg weiter verfolgen zu können. Das betrifft insgesamt das Ziel 100 % Ökostrom, aber insbesondere das Ziel Photovoltaik mal drei und den Ausbau ökologisch verträglicher Wasserkraft,“ sagt Energielandesrat Rauch und hält fest: „Zum Ausbau der Wasserkraft gibt es einen einstimmigen Landtagsbeschluss, mit den Förderungen durch das EAG wird der Bau der nächsten Kraftwerke für die VKW auch wirtschaftlich, unter Berücksichtigung ökologischer Grenzen, rentabel und vertretbar. Dass wir parallel dazu intensiv an Energieeinsparprogrammen weiterarbeiten, ist selbstverständlich.“

„Für die Wirtschaft in Vorarlberg bedeutet das EAG viele Millionen an Investitionen, die direkt in die regionale Wirtschaft fließen und somit die regionale Beschäftigung fördern. Mit den umfänglichen Unterstützungen für die Wasserstoffproduktion tun sich für Innovationen große Spielräume auf. Die Vorarlberger Industrie hat die Chance diese Technologieschiene aktiv aufzunehmen“, sagt Rauch.

Vorarlberger Pionier:innen leisteten wichtige Vorarbeit

„Ganz besonders möchte ich mich bei den Vorarlberger Pionier:innen bedanken, die für den heutigen Erfolg wesentliche Vorarbeit geleistet haben. Wovon die ursprünglich belächelten Solarbaupioniere vor 30 Jahren geträumt haben wird Wirklichkeit: Öl und Gas werden zum Auslaufmodell. Sonne, Wind, Wasser, Holz/Biomasse sind die Zukunft,“ hält LR Rauch fest. „Zu den Vorarlberger Pionier:innen gehören unter anderem Hildegard Breiner, Karl Heinzle, Arnold Feuerstein, Nolde Feuerstein, Sture Larsen, Xaver Peter, Walter Pfister, Hans Punzenberger und Albert Rinderer​. Sie gelten mit ihrem visionären Engagement als klare Wegbereiter:innen der Energiewende. Ihnen gehört unser aller Dank und Anerkennung“, so Rauch abschließend.

DETAILS ZUM NEUEN ERNEUERBAREN-AUSBAU-GESETZ (EAG):

1. 100 Prozent Strom aus Erneuerbaren bis 2030

Das EAG legt zur Erreichung dieses Ziel konkrete Zubauziele in den einzelnen Energieträgern fest:

  •  + 11 TWh Photovoltaik
  • + 10 TWh Windkraft
  • + 5 TWh Wasserkraft
  • + 1 TWh Biomasse

Damit wird auch die Umsetzung des Eine-Million-Dächer-Programms der Bundesregierung sichergestellt. Bis 2030 soll auf einer Million Dächern in Österreich Sonnenstrom erzeugt werden.

2. Alle können Teil der Energiewende werden

Mit der Umsetzung der Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaften und der Bürger:innen- Energiegemeinschaften ermöglichen wir allen Menschen in Österreich die Teilnahme an der Energiewende. Sie können künftig gemeinsam Strom erzeugen, speichern und verbrauchen. Mit der gemeinsamen PV-Anlage am Dach des Musikheims, deren Strom die Mitglieder dann im Ort verbrauchen können. Oder die Tochter, die beim Studium in der Stadt den Sonnenstrom vom Elternhaus nutzt.

3. Wir unterstützen die heimische Industrie am Weg zur Klimaneutralität

Mit dem EAG schaffen wir als eines der ersten Länder weltweit eine äußerst ambitionierte Förderung für Wasserstoff. Mit 500 Millionen Euro bis 2030 werden wir der heimischen Industrie helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben und nachhaltig Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen.

Gefördert werden Elektrolyseanlagen, die im industriellen Bereich beispielsweise der chemischen Industrie oder bei der Stahlerzeugung fossile Energieträger ersetzen können.


Darüber hinaus bringt das EAG auch viele weitere Verbesserungen für die Bürger*innen und Bürger. Sie haben erstmals das Recht auf einen Netzanschluss zur Produktion Erneuerbarer Energie. Jeder und Jede darf immer so viel Strom produzieren, wie er oder sie verbraucht.

  • Öffentlich zugängliche Datenbank für mehr Transparenz für die Bezieher:innen von Fernwärme.
  • Open-Data-Ladestellenverzeichnis legt das EAG die Grundlage für transparente Tarife beim Laden von E-Auto