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am 16. Jänner 2014

Risiken und Gefahren

Die Redaktion - Ist Fracking eine sichere, saubere Energiequelle oder Risiko für Mensch und die Natur?

Aus den USA wie auch aus Norddeutschland sind bereits etliche Unfälle bekannt: Verseuchungen des Bodens und des Wassers stellen eine große Gefahr für Mensch und Umwelt dar.

Völlig ungelöst ist auch die Entsorgung des giftigen Frackwassers, das derzeit in alten Bohrlöchern verpresst wird.

Die unkonventionelle Erdgasförderung bietet auch aus weiteren Gründen Anlass zu großer Sorge:

Wasserschutzgebiet

  • Chemikaliencocktail
    Die Chemiegemische bestehen aus vielen gesundheitsschädlichen Stoffen: u.a. Korrosionsschutzmittel, Oxidationsmittel, Blei, Quecksilber sowie Benzol. Diese Fördermethode stellt damit ein unbeherrschbares Umweltrisiko und eine große Gefahr für den Gewässerhaushalt und den Boden dar. Der Chemikalienmix und das Lagerstättenwasser können, wie Unfälle weltweit gezeigt haben, in das Trinkwasservorkommen gelangen und dieses vergiften. Pro Frack sind ca. 50 000 Liter Chemikalien nötig. Die Konzessionsfelder in Baden-Württemberg liegen alle im Bodenseeraum.

  • Gefährdung des Grund- und Trinkwassers
    Durch die benötigten Tiefenbohrungen entstehen Risse und Spalten, die zu einer Versickerung des Grundwassers führen können. Umgekehrt kann kontaminiertes Lagerstättenwasser aufsteigen. Böden können durch Leckagen in Rohrleitungssystemen, insbesondere durch Lagerstättenwässer verseucht werden.

  • Belastete Luft in den Abbaugebieten
    Entweichende Kohlenwasserstoffe und andere Gifte sind schädlich für Mensch und Atmosphäre.

  • Wasser- und Flächenverbrauch
    Eine weitere Gefahr für Mensch und Umwelt stellt der hohe Wasser- und Flächenverbrauch sowie die Zerstörung unterirdischer Trennschichten dar. Ländliche Regionen, die bisher durch landwirtschaftliche Nutzung und Tourismus geprägt sind, werden zu Industrielandschaften umgewandelt.

  • Erdbebengefahr
    Wissenschaftler geben zu bedenken, dass von der Fracking-Methode eine erhöhte Gefahr von Mikrobeben oder Bergsenkungen ausgeht. In Niedersachsen und Großbritannien löste das Fracking nachweislich ein Erdbeben aus.

  • Verkehrsaufkommen
    Die Förderstellen verursachen durch den An- und Abtransport von Wasser und Chemikalien ein erhöhtes LKW-Verkehrsaufkommen in der Umgebung bei Tag und Nacht. Es bedarf mehrerer tausend Fahrten pro Bohrstelle.