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am 17. Februar

Wiederinbetriebnahme AKW Leibstadt: Unverantwortliche Entscheidung

Adi Gross - Vorarlbergs Bevölkerung ist hohem Risiko ausgesetzt

„Dass das Kernkraftwerk Leibstadt nun wieder in Betrieb gehen wird, ist eine unverantwortliche Entscheidung mit potentiell schweren Folgen für Vorarlbergs Bevölkerung“, zeigt sich Grünen-Klubobmann Adi Gross schockiert über den Beschluss der Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorates ENSI.

„Die Aufsichtsbehörde hat den Appell der Vorarlberger Landesregierung bedauerlicherweise ignoriert. Das bedeutet, dass Vorarlbergs Bevölkerung nun einem hohen Risiko eines möglichen AKW-Defekts ausgesetzt ist“, warnt Gross. Die Aufsichtsbehörde ignoriere auch immerhin 16.244 Unterschriften einer Petition gegen das AKW.

Gross verweist auf Schäden der Brennelemente im AKW Leibstadt, die sowohl 2015 als auch 2016 zu Tage getreten sind. „Die schwarz-grüne Landesregierung und wir Grüne haben daher an die Schweiz appelliert, das AKW erst wieder in Betrieb zu nehmen, wenn die Ursachen dieser Schäden aufgeklärt und weitere Störungen im AKW auszuschließen sind“, so Gross.

Gross bedauert welchen Weg die Schweizer einschlagen und, dass die Initiative der Schweizer Grünen für einen raschen Ausstieg aus der Atomkraft im vergangenen November von der Schweizer Bevölkerung abgelehnt wurde. „Die Zukunft gehört den erneuerbaren Energien! Es ist genug davon da, und sie ist auch kostengünstiger als Atomkraft. Wir können uns ohne Atomenergie vollkommen unabhängig von Öl und Gas machen“, schließt Gross.