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am 5. September

FPÖ Chef Bitschi muss sich von Böschs Aussagen distanzieren!

Adi Gross - Nach den Aussagen von NR Bösch und seinem unwahren Zurückrudern ist die FPÖ Vorarlberg gefordert Position zu beziehen

In einem Interview in der NEUEN-Vorarlberger Tageszeitung hat der Vorarlberger Nationalratsabgeordnete Bösch, bis vor kurzem Chef der Vorarlberger FPÖ, offen eine militärische Aggression der EU in Nordafrika gefordert um dort Raum einzunehmen für die Errichtung von Lagern für Flüchtlinge.

„Das ist eine politisch und völkerrechtlich absolute Unmöglichkeit. Dass ein Vertreter eines neutralen Staates einen derartigen Vorschlag macht ist absolut untragbar. Und NR Bösch ist ja nicht irgendwer. Er ist Wehrsprecher der FPÖ und was noch schwerer wiegt, Obmann des parlamentarischen Landesverteidigungsausschusses“, ärgert sich Gross.

Nach breiterem Bekanntwerden seiner Aussagen ruderte Bösch zurück und meinte dazu „völliger Unfug“. Ein Tonbandprotokoll beweist aber nun, dass er sehr wohl eine militärische Intervention vorgeschlagen hat.

„Da kann man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Weder auf Seiten der Bundesregierung als auch seitens der Vorarlberger FPÖ. Solche Haltungen haben in einem demokratischen Staat absolut nichts verloren“, sagt Gross. Und weiter:

„Von der Vorarlberger FPÖ, der Heimatpartei von Bösch, war bis lang dazu nichts zu hören. Ich fordere daher den Parteichef Christoph Bitschi auf, sich in aller Klarheit von diesen Aussagen des Nationalratsabgeordneten Bösch zu distanzieren“, schließt Gross.​