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am 19. Juli

Bund darf Vorarlberg bei der Kinderbetreuung nicht im Regen stehen lassen!

Sandra Schoch - Familien und Unternehmen sind gleichermaßen auf eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf angewiesen

Die Grüne Wirtschafts- und Sozialsprecherin Sandra Schoch fordert die Bundesregierung auf, ihren Beitrag für den Ausbau der Kinderbetreuung in Vorarlberg zu leisten. „Die vorgesehenen Kürzungen von 30 Mio. Euro schaden unseren Vorarlberger Betrieben, belasten Familien und bremsen die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder“, kritisiert Schoch. „Unsere Wirtschaft braucht dringend gute Fachkräfte. Und diese brauchen Vereinbarkeit von Familie und Beruf und suchen sich ihren Arbeitsplatz ganz gezielt nach diesem Kriterium aus“, so Schoch weiter.

Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen steige stetig. „Es ist daher völlig realitätsfremd, dass Bundesministerin Bogner-Strauß die Länder hier nicht unterstützen möchte. Mit den vorgesehenen Kürzungen fällt Vorarlberg um bis zu 1,5, Mio. Euro um“, so Schoch an die Ministerin, die heute in Bregenz über die Herausforderungen der Zukunft für Frauen, Familie und Jugend diskutiert.

„Ministerin Bogner-Strauß muss zur Kenntnis nehmen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine zentrale Herausforderung für Familien und Unternehmen ist. Ich erwarte mir daher ein klares Bekenntnis ihrerseits, Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen zu stärken“, so Schoch. Die Ankündigung von Bogner-Strauß, im Zuge der Neuverhandlung der 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Länder, weniger Mittel zu gewähren, sei das falsche Signal. 

Schoch fordert Unterstützung vom Bund für den Ausbau, für ausreichend gutes Personal, für eine gut funktionierende Infrastruktur und für bessere Öffnungszeiten. „In den Sommerferien oder nach 14 Uhr sind Kindegärten in Vorarlberg oft geschlossen. Diese Öffnungszeiten gehen an der Realität der Familien vorbei und stellen berufstätige Eltern vor große Probleme“, so Schoch.

Während die von Grünen-Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker neu geschaffenen Kinderbetreuungseinrichtungen zum Großteil dem Vereinbarkeitsindikator Beruf und Familie entsprechen, gebe es generell in Vorarlberg hinsichtlich der Öffnungszeiten von Kindergärten noch viel Luft nach oben. „Vorarlberg kann das nicht alleine stemmen. Die geplanten Einsparungen des Bundes sind daher der falsche Weg. Auch Vorarlbergs Wirtschaft betont, dass Unternehmen wie Familien beiderseits von einem besseren Kinderbetreuungsangebot profitieren“, schließt Schoch.