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am 15. Oktober

Grüne erfreut über Erhöhung des Frauenbudgets

Die Redaktion - Wiesflecker/Schoch: Zeitverwendungsstudie wichtiger Schritt für faktenbasierte Gleichstellungspolitik

„Die Bundesregierung erhöht das Frauenbudget um 2,5 Millionen Euro – das ist eine Verdoppelung der Gelder für das Frauenressort innerhalb eines Jahres. Damit ist die längst überfällige Umsetzung der Zeitverwendungsstudie, neben vielen anderen wichtigen Maßnahmen, gesichert“, freuen sich Katharina Wiesflecker, Frauenlandesrätin, und Sandra Schoch, Frauensprecherin, dass die politische Schwerpunktsetzung der Grünen im Frauenbudget klar erkennbar ist.

Die Zeitverwendungsstudie wurde in Österreich vor über zehn Jahren das letzte Mal durchgeführt – das heißt, es fehlen derzeit aktuelle Zahlen über unbezahlte Arbeit wie Kinderbetreuung, Hausarbeit oder Pflege. „Mit der Zeitverwendungsstudie können wir diese nicht entlohnte Arbeit, die vorrangig von Frauen gemacht wird, und ihren ökonomischen Wert sichtbar machen. Denn ohne die unbezahlte Arbeit der Frauen wäre die Verrichtung der bezahlten Arbeit gar nicht möglich. Frauen stützen also das Wirtschaftssystem doppelt, werden aber dafür finanziell benachteiligt“, hebt Schoch die Bedeutung der lange geforderten Studie hervor.

Unbezahlte Arbeit Grund für Teilzeitbeschäftigung

Die ungleiche Verteilung unbezahlter Arbeit habe Auswirkungen auf die realen Einkommensverhältnisse, so Schoch im Vorfeld des Equal Pay Day: „Viele Frauen müssen Teilzeit arbeiten, um ihre zusätzliche „gratis Arbeit“ zu Hause erledigen zu können. Diese Einkommensunterschiede haben wiederum verheerende Auswirkungen auf die Höhe des Arbeitslosengeldes, der Notstandshilfe und der Pension.“

Auch die grüne Frauenlandesrätin Katharina Wiesflecker zeigt sich erfreut, dass sich Österreich an der europaweiten Studie beteiligt. "Gerade in Zeiten der Pandemie droht ein Rückschritt in Sachen Gleichstellung hin zu herkömmlicher Rollenverteilung und geschlechterstereotypen Mustern. Faktenbasierte Erkenntnisse helfen uns zu erkennen, wo wir gesamtgesellschaftlich ansetzen müssen, um endlich weitere Schritte vorwärts statt rückwärts zu machen. Darum brauchen wir die Zeitverwendungsstudie", so Wiesflecker abschließend.

Die Bundesregierung erhöht das Frauenbudget um 2,5 Millionen Euro – das ist eine Verdoppelung der Gelder für das Frauenressort innerhalb eines Jahres.