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am 20. Dezember 2013

Fracking im Bodenseeraum: "Was wird Vorarlberg dagegen unternehmen?"

Johannes Rauch - Grüne zu besorgniserregenden Neuigkeiten aus den Nachbarländern

"Welche politischen und rechtlichen Maßnahmen wird die Vorarlberger Landesregierung ergreifen, um Vorarlberg vor den immer konkreter werdenden Fracking-Plänen in St. Gallen und in Baden-Württemberg (Region Bodensee-Oberschwaben) zu beschützen?", fragt Grünen-Klubobmann Johannes Rauch in einer Anfrage an Landesrat Schwärzler, nachdem heute bekannt wurde, dass zwei Konzessionen im Bodenseeraum verlängert werden. Die Auswirkungen des umstrittenen Gasförderverfahrens auf Mensch, Natur und Umwelt seien wissenschaftlich nicht geklärt, die erschreckenden Berichte aus Ländern, wo Fracking bereits betrieben werden, seien jedoch eindeutig. "Fracking, das mit umwelttoxischen Chemikalien arbeitet, ist mit zu vielen Risiken verbunden und diese Risiken machen vor Landesgrenzen sicherlich nicht halt. Deshalb müssen wir alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um Fracking in unserer direkten Nachbarschaft zu vermeiden!", fordert Rauch.

"Was bedeutet das für Vorarlberg?"

In St. Gallen wurden bei Probebohrungen neben den heißen Quellen für Geothermie auch Erdgas gefunden. Nun soll im Frühsommer darüber entschieden werden, ob das Gas mit Hilfe von Fracking gefördert werden soll. "In einer uns vorliegenden Graphik des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Regierungspräsidiums Freiburg, Baden-Württemberg, ist klar ersichtlich, dass es für die Region Bodensee-Oberschwaben zahlreiche Konzessionen zur Aufsuchung und Gewinnung von Kohlewasserstoffen gibt. Zum Teil sind die Felder bewilligt, zum Teil erlaubt," erklärt Rauch. Eine Konzession für die Erdgassuche könne nur erteilt werden, wenn eine Chance bestehe, überhaupt die Bodenschätze zu gewinnen. "Was bedeutet das für uns? Wurde die Vorarlberger Landesregierung überhaupt darüber informiert?", fragt sich Rauch.

"Im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD wurde das Thema Fracking mit aufgenommen. Mich würde interessieren, ob Fracking auch im Regierungsvertrag zwischen ÖVP und SPÖ ein Thema ist", so Rauch. "Ich kann mir gut vorstellen, mit unseren Nachbarländern eine grenzüberschreitende Konferenz in Vorarlberg, am besten im Landtag zu veranstalten, um über die neuesten Planungen informiert zu werden und um unsere Forderungen zu Wohl des Trinkwassers und der Gesundheit zu deponieren!", so Rauch. Alles Weitere lesen Sie bitte in der Anfrage