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am 17. Juli

Eine Jugendstrategie ohne Jugend?

Eva Hammerer - Hammerer: Jugendarbeit steht im Dienste der Jugendlichen und darf nicht zum Spielball politischen Kalküls werden

Die autonome Jugendarbeit in Feldkirch wird Teil der städtischen Verwaltung – das entschied die Feldkircher Stadtregierung mit den Stimmen der ÖVP und FPÖ Anfang Juli. „Die Eingliederung der offenen Jugendarbeit in die Verwaltung macht sie vom Rathaus und somit von politischen Entscheidungsträger*innen abhängig. Jugendarbeit steht im Dienste der Jugendlichen und darf nicht zum Spielball politischen Kalküls werden“, sieht Eva Hammerer, Grüne Jugendsprecherin, die Eingliederung kritisch.

Viele Jugendliche bemängeln, dass sie in diese Entscheidung nicht oder nur mangelhaft einbezogen worden seien. Auch Fachleute würden die Umstrukturierung kritisieren, so Hammerer. Wie Landeshauptmann Wallner als zuständiger Jugendreferent zu dieser Umstrukturierung stehe und ob er in die Entscheidung eingebunden gewesen sei, will die Grüne Jugendsprecherin in einer Anfrage an den Landeshauptmann wissen.

„Eine solche Entscheidung über die Köpfe der Jugendlichen, der beteiligten Sozialarbeiter*innen und externer Fachleute hinweg zu treffen, ist ein verantwortungsloses Vorgehen vonseiten der Feldkircher Stadtpolitik“, so Hammerer. Und nicht nur das – es sei auch entgegen der gesetzlichen Vorgaben des Kinder- und Jugendgesetzes (Paragraph 6). „Das Gesetz sieht vor, dass Kinder und Jugendliche in Bereichen, die sie betreffen, einzubinden bzw. anzuhören sind. Ich appelliere an die Feldkircher Stadtregierung, die Jugendlichen mehr einzubinden“, so Hammerer. Außerdem regt die Grüne Jugendsprecherin bei Landeshauptmann Wallner an, den Gemeinden geeignete Beteiligungsformate für das Einbeziehung von Jugendlichen und Kindern zur Verfügung zu stellen.