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am 23. Juni

Glyphosat stoppen, Bienen retten!

Adi Gross, Daniel Zadra - Grüne Weichenstellung bei der Landesumweltreferentenkonferenz gegen Giftmittel

„Alle LandesumweltreferentInnen stellen sich klar gegen den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden wie das potentiell krebserregende Glyphosat. Das ist ein klarer Auftrag für Umweltminister Rupprechter“, begrüßt Grünen-Klubobmann Adi Gross den heutigen Beschluss des Bodenschutz-Antrages bei der Landesumweltreferentenkonferenz. In diesem fordern die LandesumweltreferentInnen den Umweltminister auf, sich auf europäischer Ebene für ein Verbot von Neonicotinoiden und Glyphosat einzusetzen und sich klar gegen die Verwendung von Pestiziden und Herbizden auszusprechen.

„Mit dieser Initiative hat Grünen-Landesrat Johannes Rauch eine Weichenstellung für mehr Bio-Landbau und gegen Giftmittel im Garten, auf Feldern und in unserem Essen gesetzt. Nicht nur die Umwelt, auch unsere Gesundheit und wichtige Nutztiere wie die Honig- oder Wildbiene werden davon profitieren“, ergänzt Grünen-Landwirtschaftssprecher Daniel Zadra.

„Die Weltgesundheitsorganisation hat Glyphosat als potentiell krebserregend eingestuft. Für die Bienen ist das Giftmittel tödlich“, betont Zadra. Nach Schätzungen des Imkerverbandes Vorarlberg haben von den rund 10.000 Bienenvölkern im Land 5.000 bis 6.000 den heurigen Winter nicht überlebt – und diese Zahl bezieht sich lediglich auf die Imkerei. „Auch Wildbienen sind vom Massensterben betroffen“, so Zadra.

Bienen brauchen blühende Gärten und Felder mit vielfältigen Pflanzen, um sich versorgen zu können. „Wir sagen daher: Weg von der Monokultur, hin zur Fruchtfolge. Dann brauchen wir auch keine giftigen Unkrautvernichtungsmittel wie Glyphosat.

„Der österreichische Umweltminister Rupprechter (ÖVP) soll sich endlich klar gegen die Zulassung von Glyphosat positionieren. Die EU verhandelt derzeit über die Neuzulassung des Giftmittels. Der Umweltminister bleibt den ÖsterreicherInnen eine deutliches Bekenntnis aber schuldig“, kritisiert Gross. 

In Vorarlberg wird seit Mai 2013 auf allen öffentlichen Flächen auf den Einsatz von Totalherbiziden verzichtet. Der Landtag hat im Juni 2013 einstimmig einen Antrag beschlossen, mit dem die Bundesregierung ersucht wird, sich für ein EU-weites Verbot von der Insektiziden-Gruppe Neonicotinoide einzusetzen. Per einstimmigen Beschluss vom Mai 2016 fordert der Vorarlberger Landtag den Umweltminister auf, sich gegen die Verlängerung von Glyphosat auf EU-Ebene einzusetzen. „Ich hoffe, dass der heutige Landesreferenten-Beschluss ein Anstoß für unseren Umweltminister ist, endlich Farbe zu bekennen“, schließt Gross.​