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am 1. Oktober

Herdenschutz ist Gebot der Stunde

Daniel Zadra - Zadra irritiert von Aussagen des Landeshauptmanns zu Lockerung des Schutzstatus von Wölfen

„Herdenschutz ist das Gebot der Stunde und hier gibt es in Vorarlberg noch viel Aufholbedarf”, zeigt sich Daniel Zadra, Grüner Klubobmann über die Aussagen von Landeshauptmann Wallner irritiert. Dieser hatte im Zuge des Treffens der Arge Alp am Mittwoch in Salzburg eine Lockerung des Schutzstatus in Aussicht gestellt. In besonderen Situationen einer Bedrohung sollte ein Abschuss möglich sein, so der Landeshauptmann. „Es gibt auch jetzt schon im Vorarlberger Jagd- und Naturschutzrecht die Möglichkeit, Wölfe in Ausnahmefällen abzuschießen. Diese sogenannten Problemwölfe müssen behördlich definiert werden und können dann ´entnommen´ werden. Dies sollte auch dem Landeshauptmann bekannt sein”, so der Grüne Klubobmann.

Die Alpwirtschaft sei für Vorarlberg essentiell und daher drängt der Grüne Landwirtschaftssprecher darauf, nachhaltige Maßnahmen zu setzen. “Wir müssen endlich massiv in den Herdenschutz einsteigen. Einseitig den Abschuss aller Wölfe zu fordern löst kein Problem”, empfiehlt Zadra einen Blick zu unseren Schweizer Nachbarn, die hier schon viele Schritte weiter seien. In der Schweiz wurde ähnlichen Plänen, wie jenen von Landeshauptmann Wallner, vom Stimmvolk gerade eine klare Absage erteilt. Eine Veränderung des Jagdgesetzes mit mehr Abschussmöglichkeiten für den Wolf wurde in einer Volksabstimmung am 27.September abgelehnt.

„Anstatt in Wildwestmanier den Abschuss des Wolfes als Lösung zu präsentieren, sollte von politischer Seite alles unternommen werden, um unsere Nutztiere zu schützen und unsere Älpler*innen zu unterstützen“, so Zadra abschließend.