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am 8. Mai

Zeit der Ausreden beim Artenschutz ist vorbei!

Simon Vetter, Daniel Zadra - Landwirtschaft muss Teil der Lösung sein

„Das Artensterben nimmt weltweit und auch bei uns alarmierende Ausmaße an. Die Zeit der Ausreden ist endgültig vorbei! Wir müssen entschlossen und aktiv handeln, um die Artenvielfalt zu erhalten!“, reagiert der Vorarlberger Grüne EU-Spitzenkandidat und Bio-Bauer Simon Vetter auf den Bericht des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) der UNO, der zeigt, dass weltweit rund eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind.

„Die Natur befindet sich weltweit in einem historisch beispiellosen Niedergang und das Artensterben beschleunigt sich so sehr, dass es selbst die Existenz unserer Enkelkinder gefährdet!“, warnt Vetter. Dieses Thema müsse die Europäische Union deshalb ganz oben auf ihre Agenda setzen. „Es geht um nicht weniger, als das Überleben unserer Menschheit. Eine saubere Landwirtschaft sichert unsere Artenvielfalt und muss deshalb unbedingt Teil der Lösung sein!“, betont Vetter. Daneben müssten Kommunen, Betriebe und Einzelpersonen ihrer Verantwortung gerecht werden. „Es braucht einen kompletten Systemwandel!“, ist sich Vetter sicher.

Einen Beitrag könne eine grundlegende Reform der EU-Agrarförderung leisten. „Die Bauern und Bäuerinnen, die Gewässer und Arten schützen, sollten gezielt Förderungen bekommen. Der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft muss drastisch reduziert und die schlimmsten Giftmittel müssen sofort verboten werden!“, bekräftigt Vetter.

Der Grüne Landwirtschaftssprecher Daniel Zadra verweist darauf, dass auch in Vorarlberg eine Vielzahl von Arten vom Aussterben bedroht sind. „Wer genau hinsieht, bemerkt auch, dass das Vorkommen von Insekten und Bienen enorm abgenommen hat. Ohne die Bienen fehlen uns aber wichtige Bestäuber und ohne Bestäubung gibt es keine Lebensmittel!“, betont Zadra.

Es brauche in Vorarlberg deshalb abgestimmte Maßnahmen und ein koordiniertes Vorgehen. „Neben der Landwirtschaft, betrifft das auch die Siedlungsentwicklung, Lichtverschmutzung oder Lebensraumvernetzung. Wir arbeiten derzeit an konkreten Vorschlägen und werden die weiteren Schritte auf Vorarlberger- und EU-Ebene diesen Freitag den MedienvertreterInnen präsentieren“, schließt Zadra.​