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am 20. Dezember 2019

Inklusion am Arbeitsmarkt: Lohn statt Taschengeld

Vahide Aydın - Gerechte Entlohnung ist Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben

„Ohne Gehalt hat man kein Einkommen, über das man verfügen kann, keine Sozialversicherung und später keine eigenständige Pension. Menschen mit Handicap, die in Werkstätten arbeiten, dürfen nicht länger mit einem Taschengeld abgespeist werden. Gerechte Entlohnung und der Zugang zum regulären Arbeitsmarkt sind wesentliche Schritte hin zur Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung“, betonen die Inklusionssprecherinnen der Regierungsparteien, Vahide Aydın und Heidi Schuster-Burda.

In Vorarlberg sind derzeit 822 Menschen mit Beeinträchtigung in Werkstätten beschäftigt. Für ihre Arbeit bekommen sie meist ein Taschengeld in der Höhe zwischen 20 Euro und höchstens 200 Euro im Monat. „Ein Taschengeld in dieser Höhe reicht nicht zum Leben, das ist keine angemessene Entlohnung“, sind sich Aydın und Schuster-Burda einig. In einem gemeinsamen Landtagsantrag fordern sie die Landesregierung auf zu prüfen, welche Auswirkungen eine entsprechende Entlohnung sowie Zugang zur Sozialversicherung für das Land und vor allem für die Betroffenen selbst hat.

Für Vahide Aydın steht fest, dass die Landesregierung Menschen mit Beeinträchtigung am regulären Arbeitsmarkt unterstützen muss: „Gemeinsam mit Systempartnerinnen und Systempartnern im Land müssen wir Lösungswege erarbeiten, um Menschen mit Beeinträchtigung im Arbeitsleben zu inkludieren. Denn berufliche Inklusion ist die Grundlage für ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben“, betont die Grüne Sprecherin für Inklusion.   

„Im Prozess „Inklusive Region Vorarlberg“ bemüht sich das Land Vorarlberg, Menschen mit Beeinträchtigungen noch mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Es ist richtig und wichtig, Menschen mit Behinderung auch sozialrechtlich gleich zu behandeln in all jenen Bereichen, in denen es möglich und sinnvoll ist. Insofern ist der Schritt in Richtung Gehalt nur konsequent“, freut sich Heidi Schuster-Burda, Sprecherin der Vorarlberger Volkspartei für Menschen mit Behinderung über den nun vorliegenden Antrag.