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am 20. Dezember 2016

Sparen bei behinderten Schulkindern im Burgenland ist sozialpolitische Schande

- Schulbesuch für behinderte Kinder wird kostenpflichtig – ein Armutszeugnis für die Rot-Blaue Landesregierung

„Es ist unfassbar – die Rot-Blaue-Landesregierung im Burgenland spart bei behinderten Schulkindern“, ist der Bildungssprecher der Grünen, Harald Walser, entsetzt. Mit der Verschärfung der Richtlinien für die Unterstützung behinderter Kinder in Schulen, wird der Zugang zur Bildung für diese Kinder extrem erschwert. 

Mit der neuen Richtlinie wird nicht nur wie bisher ein Teil des Pflegegeldes einbehalten, sondern zusätzlich auch noch auf das Familieneinkommen zurückgegriffen. „Familien mit behinderten Kindern haben es ohnehin finanziell oft besonders schwer“, betont Walser. „Jetzt werden den Kindern sogar beim Schulbesuch Steine in den Weg gelegt.“

Diese neue Regelung diskriminiert eindeutig Kinder mit Behinderung und widerspricht auch den Intentionen der UN-Behindertenrechtskonvention, die in Österreich seit 2008 in Kraft ist. „Ich fordere die umgehende Zurücknahme der Regelung“, betont Walser.