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am 20. April 2018

Altern in Würde!

Christoph Metzler - Schwarz-blau muss Pflegefinanzierung sichern!

Am Rande der heutigen Enquete "Altern in Würde – Langzeitpflege zwischen Qualitätssicherung und Finanzierung" appellieren die Grünen an die schwarz-blaue Bundesregierung endlich die Finanzierungsfrage der Pflege zu klären. „Schwarz-blau stiehlt sich aus der Verantwortung und versucht die Pflegefinanzierung auf die Länder und Gemeinden abzuwälzen. Damit lässt sie pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen im Regen stehen“, so der Grüne Gesundheitssprecher Christoph Metzler.

Der Bund verunsichere die Menschen, weil er keine zuverlässigen Rahmenbedingungen schafft und wesentliche Finanzierungsfragen offen lässt. „Umso wichtiger ist es, dass sich der Landtag bei der heutigen, von uns Grünen initiierten Pflegeenquete intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzt“, stellt Metzler fest. Dabei seien sich die Fachleute einig, dass verlässliche Pflege nur gegeben ist, wenn Finanzierungs- und Planungssicherheit besteht.

Einigkeit herrsche bei der Enquete darüber, dass Vorarlberg prinzipiell ein gutes Betreuungs- und Pflegenetz hat. Es gebe jedoch neue Herausforderungen, denen das Pflegesystem angepasst werden muss. „Menschen werden immer älter, psychische Probleme häufiger, und neue Krankheitsbilder wie Demenz treten zu Tage. Die Angehörigen schaffen das nicht mehr alleine und brauchen mehr professionelle Unterstützung bei der Pflege und Betreuung“, führt Metzler aus. 

Bei der Enquete zeige sich außerdem, dass es essentiell ist, eine gute Ausbildung von Pflegefachpersonal im Land sicherzustellen. „Es ist Aufgabe der Landesregierung, gemeinsam mit der Fachhochschule Dornbirn und den Krankenpflegeschulen die nötigen Kapazitäten für weitere Ausbildungsplätze zu schaffen“, so Metzler.

Auch die Gemeinden seien in die Pflicht zu nehmen. „Es liegt in der Verantwortung der Gemeinden, in den fortlaufenden Ausbau von Heimen zu investieren und dort ausreichend qualifiziertes Personal zu sichern. Gemeinden haben außerdem für die flächendeckende Pflege zu Hause, Kurzzeitpflege und Tagesbetreuung – also für die ambulante Pflege – zu sorgen“, so Metzler.

Mit der einseitigen Abschaffung des Pflegeregresses für die Heimpflege sei das Pflegesystem in eine Schieflage geraten. „Die Bundesregierung ist gefordert, diese Schieflage zu beheben. Pflegebedürftige und Pflegende müssen sich darauf verlassen können, dass auch in Zukunft Altern in Würde gesichert ist“, schließt Metzler.​